Generation Herbst

Alltagsszenen ab 58 plus

Lernen im Alter

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Gedächtnistraining, Mitmenschliches — Dora um 7:42 pm am Montag, August 4, 2008

Lernen im Alter - Geriatrie-Experte gibt Rat zum Lernen im Alter - Pressemitteilung von: Klinikum Eilbek - Schön Kliniken - Prof. Dr. Jürgen Wollenhaupt, Chefarzt Klinikum Eilbek, Hamburg

„Wichtig für den Erhalt geistiger Fähigkeiten im Alter ist es, sich Ziele und Perspektiven zu setzen. Wer nur zurückschaut und sich nicht mehr auf Neues freut und seine Neugier verliert, unterfordert sich geistig. So verringert sich die Hirnaktivität, so verlangsamt sich das Lernen.” Prof. Dr. Jürgen Wollhaupt, Chefarzt der Rehabilitativen Medizin und Geriatrie am Klinikum Eilbek, Hamburg, widerspricht vehement der These „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr”. Interview mit Prof. Dr. Jürgen Wollenhaupt, Schön Klinikum Eilbek, Hamburg:

Frage: Was können Ältere konkret tun, um geistig fit zu bleiben?

Ich empfehle gerade regelmäßige Übungen. Dazu gehört die geistige Bewegung wie Gedächtnistraining. Zum Beispiel, eine neue Sprache zu lernen, Kurse an der Volkshochschule oder Universität zu belegen. Es hält fit und beugt vorzeitigen Alterserscheinungen vor, wenn man neue Kontakte schließt, etwas unternimmt und seinen Geist fordert, indem man sich über Gelerntes austauscht. Körperliche Bewegung ist mindestens genauso wichtig zur stärkeren Durchblutung des Gehirns. Auch begünstigt eine ausgewogene und gesunde Ernährung die allgemeine Fitness.

Frage: Wenn es stimmt, dass unser Gehirn ständig neue Gehirnzellen entwickelt, warum werden dann viele Ältere langsamer und vergesslicher?

Die neu gewachsenen Zellen müssen tatsächlich auch genutzt werden. Das heißt, ältere Menschen sollten nicht nur weiter lernen, sondern sich auch fordern. Geistige Unterforderung fördert einen Abbauprozess. Ich empfehle den Patienten, sich gerade nach der Pensionierung neue Ziele zu stecken und eine Tagesstruktur aufzubauen. Inspirierend ist oft auch der Austausch mit Jüngeren, also generationsübergreifende Gespräche, um sich andere Sichtweisen zu erschließen und mit eigenen Erfahrungen abzugleichen. Ich halte es für wichtig, die Älteren in ihrem Selbstverständnis zu stärken und ihnen deutlich zu machen, dass sie weiterhin lern- und leistungsfähig sind – aber natürlich auch Entsprechendes dafür tun müssen.

Frage: Lernen Ältere anders als Jüngere?

Ja. Sie greifen auf Erfahrung und Routine zurück, deshalb wird Neues schneller integriert. Sie haben das Lernen bereits gelernt. Wissenslücken können assoziativ aufgefüllt werden. Beim Lernen wird jede gespeicherte Information zur Erinnerung. Diese können Ältere abrufen und das Neue hinzufügen. Ähnliches wird erkannt und schneller übersetzt, als das Jüngere können, die diese Erfahrung noch nicht abgespeichert haben. Jüngere müssen sich den Informationssatz erst aneignen, können dies aber schneller als Ältere.

Frage: Ist es nicht eine biologische Tatsache, dass das Gedächtnis bei Älteren nachlässt?

Ja, aber generell ist es eine Frage der Geschwindigkeit. Ungefähr ab dem 70igsten Lebensjahr lassen Gedächtnis und Wahrnehmungsgeschwindigkeit nach. Wir unterscheiden dabei zwischen Ultrakurzzeitgedächtnis, Kurzzeitgedächtnis und Langzeitgedächtnis. Letzteres funktioniert auch bei alten Menschen noch sehr gut. Das Kurzzeitgedächtnis kann man trainieren. Das Ultrakurzzeitgedächtnis ist vergleichbar mit einem Wahrnehmungsfilter. Zum Beispiel, speichern wir auf unserem täglichen Arbeitsweg für kürzeste Zeit Informationen über Erlebtes. Werden sie nicht unmittelbar abgerufen, zum Beispiel wenn wir als Zeuge zu einem Verkehrsunfall Auskunft geben müssen, vergessen wir diese Informationen. Bei Älteren muss dieser Kurzzeiterinnerungsspeicher stärker trainiert werden.

Weitere Informationen zum “Lernen im Alter” und zur Rheumatologie von Prof. Wollenhaupt, Klinikum Eilbek, Hamburg im Internet unter www.schoen-kliniken.de/eil; Klinikum Eilbek, Peter Claußen, PR und Marketing, Dehnhaide 120, 22081 Hamburg, Tel.: 040 2092 1047, Fax 040 2092 1270 Das Klinikum Eilbek gehört zu den Schön Kliniken, einer Klinikgruppe in privater Trägerschaft. Es verfügt über 683 Betten und beschäftigt rund 1.200 Mitarbeiter. Jährlich werden rund 50.000 Patienten stationär, teilstationär und ambulant behandelt. Das Klinikum ist ein Schwerpunktversorger mit Spezialabteilungen für die überregionale Versorgung. Zum Leistungsspektrum gehören: Innere Medizin, Chirurgie, Urologie, Orthopädie und Unfallchirurgie, Rheumatologie, Geriatrie und frührehabilitative Medizin mit einem Zentrum für Schädel-Hirnverletzungen, sowie die Versorgung psychiatrischer Erkrankungen.

 

 

Erlebtes Erinnern – Erinnertes erhalten

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Gedächtnistraining, Freizeit, Mitmenschliches — Dora um 1:19 pm am Dienstag, Juni 12, 2007

Pressemitteilung von: Biografienservice: veröffentlicht am 11.06.2007 12:18:58 - Freizeit, Buntes, Vermischtes - Der Biografienservice: Frauke Johannsen und Olaf Freier

(openPR) - Berliner Biografen zeichnen mit anderen Menschen deren Lebenserinnerungen auf. Wie bin ich zu dem geworden, der ich heute bin? Wie haben meine Eltern die Kriegszeit erlebt? Immer mehr Menschen wünschen sich, ihre Erlebnisse und Erfahrungen oder die Nahestehender für Familie und Freunde festzuhalten. Der Biografienservice (biografienservice.de), bestehend aus Dipl.-Kommunikationswirtin Frauke Johannsen und Historiker und Mediendokumentar Olaf Freier, hat schon viele Lebenserinnerungen als Buch oder Audio-CD verewigt („Der Tagesspiegel” informierte). „Das Interesse geht quer durch alle gesellschaftlichen Schichten und reicht vom kleinen Foto-Text-Büchlein bis zur umfangreichen Biografie”, berichtet F. Johannsen, die sich auf Texte spezialisiert hat. „Viele Menschen wollen ihre eigene (Familien-)Entwicklung bewahren, reflektieren, dokumentieren und entdecken so auch Besonderheiten in der eigenen Biografie, die ihnen vorher nicht bewusst waren.”„Vor allem als besonderes Geschenk – zum Beispiel zu Geburtstag oder Hochzeit – werden Biografien immer beliebter, denn Erinnerungen verbinden”, ergänzt O. Freier, dessen Audio-CDs die Stimme des Erzählenden und so auch dessen Emotionen bewahren.

Das übliche Vorgehen: Nach einem klärenden Vorgespräch führen Johannsen oder Freier Interviews, die aufgezeichnet und später entweder zu Papier gebracht und einfühlsam redigiert oder als Tondokument mit viel Fingerspitzengefühl geschnitten und auf CD gebrannt werden. So entstehen ganz individuelle, einmalige Rückblicke – von ebensolchen Menschen.

Der Berliner Biografien-Dienstleister unterstützt Menschen, ihre Lebenserinnerungen zeitgemäß aufzubereiten - als Buch oder Audio-CD. Zu finden unter www.biografienservice.de

 

Kniffeln

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Gedächtnistraining, Freizeit, Mitmenschliches — Dora um 10:18 pm am Dienstag, Juni 5, 2007

Letztens abends haben wir seit langer Zeit wieder in lustiger Gesellschaft gespielt. Unsere großen Kinder waren zu Besuch da und hatten sich entschlossen, mit uns Alten einen Spiele-Abend einzulegen. Wir fanden die Idee wunderbar.

Nach wenigen Augenblicken stand fest, daß wir kniffeln wollten. Wenn man sich lange Zeit mit diesem Würfelspiel nicht mehr vergnügt hat, muß man sich erst mal wieder mit den Spielregeln vertraut machen. Aber wir waren schnell bei der Sache, zumal wir früher schon oft gemeinsam mit den Kindern gekniffelt hatten. Aus der Erinnerung heraus hatten wir fix die Spielregeln abgerufen und dabei gleich neue Zettel für die Auswertung erstellt. Um beim Umstülpen des Knobelbechers nicht so laut zu sein (damit der Nachbar nicht vom Sofa fällt), dämpften wir den Krach mit einer dicken Filzunterlage auf dem Tisch. Wir hatten einen Mordsspaß beim Knobeln. Niemand war beleidigt, wenn er als Verlierer der Runde feststand (früher war das manchmal dramatisch). Wer die wenigsten Punkte erreicht hatte, durfte zur Strafe eine Runde meines selbst erzeugten supersüßen und klebrigen Kirschlikörs einschenken.

Beim Spielen hatten wir überhaupt nicht gemerkt, wie schnell die Zeit verging. Ehe wir uns versahen, war es schon Mitternacht. In fröhlicher Stimmung (nicht nur wegen des Likörs) verabschiedeten wir uns und begaben uns zum Schlafen. Das war ein wirklich wunderschöner Abend. 

Eines steht fest: gemeinsames Spielen ist gut für die Seele und für die grauen Zellen. Es dient den zwischenmenschlichen Beziehungen, trainiert das logische Denken und das Reaktionsvermögen.

Gehirnjogging

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Pflege, Gedächtnistraining, Freizeit — Dora um 12:20 pm am Montag, Mai 21, 2007

Unter der Seite http://www.gesundheitpro.de/gehirnjogging habe ich tolle Übungen gefunden, um die grauen Zellen in den Gehirnwindungen zu aktivieren. Durch Lösen von Denksportaufgaben soll sich ja angeblich die Leistungsfähigkeit des Denkvermögens verbessern lassen wie z. B. logisches Denken, Konzentrations- und Merkfähigkeit. Außerdem machen die verschiedenen Rätsel und Aufgaben Spaß (mir zumindest) und Fachleute meinen, dass die geistige Beweglichkeit dadurch gefördert werden würde.

Weil die Lernfähigkeit und das Kurzzeitgedächtnis gerade im Alter abnehmen, hilft eine Kombination von Gedächtnis- und Bewegungsübungen, das Risiko für Störungen der Hirnleistungen zu vermindern. Außerdem haben Wissenschaftler festgestellt, dass das Gehirn nur solange rege ist und sich sogar regenerieren kann, wie es durch soziale Kontakte, vielfältige Anregungen und immer neuen Denk- und Lernstoff gefüttert wird.

Also nix wie ran an die Aufgaben, als sinnvolle Beschäftigung für das Gehirntraining.

Gut weggelegt

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Heim und Garten, Gedächtnistraining — Dora um 12:54 pm am Donnerstag, Mai 10, 2007

Wer kennt das nicht? Damit man eine bestimmte Sache auf jeden Fall schnell wiederfindet, legt man sie an einen ganz bestimmten Platz, wo man sie dann bei Bedarf sofort zur Verfügung hat. Aber was hat man sich beim Weglegen eigentlich gedacht? Welcher Logik sollte man folgen, wenn es dann endlich so weit ist? Eine unendliche Suche endet oftmals erfolglos und damit, dass das gesuchte Teil neu besorgt wird. Wochen später, wenn man gar nicht mehr an die Situation denkt, findet man den Gegenstand plötzlich und eigentlich versteht man dann gar nicht, warum man nicht gleich darauf gekommen ist, gerade an dieser Stelle nachzusehen!

So erging es mir vor ein paar Tagen, als die Fernbedienung unseres Fernsehers den Geist aufgab. Die Batterien waren leer und mußten ausgetauscht werden. Kein Problem - das haben wir gleich, dachte ich und bin direkt auf die Schublade zugegangen, in der ich das neue Batterienpaket vermutete, dass ich erst kürzlich eingekauft hatte. Aber denkste! Nichts! Das kann doch nicht wahr sein! Ich weiß doch ganz genau, dass …… Wieviele Schubladen und Schranktüren ich noch aufgemacht habe um nachzusehen, weiß ich gar nicht mehr. Die Batterien waren nirgends zu finden. Ärgerlich, so mußte ich bei jedem Umschalten des Fernsehers aufstehen (soll ja gut für die Figur sein!). Und vom Film hatte ich nun sowieso schon zuviel verpaßt, um noch wirklich Spaß am Weitergucken zu haben. Außerdem konnte ich mich darauf ohnehin nicht mehr konzentrieren, denn ich war noch viel zu sehr in Gedanken mit der Batteriensuche beschäftigt.

Bis heute habe ich sie nicht wiedergefunden. Ich weiß aber genau, dass ich welche eingekauft hatte - für alle Fälle! Am nächsten Tag habe ich mir neue Batterien besorgt und in die Schublade mit den Bedienungsanleitungen für die TV-Geräte gelegt. Da müssten sie eigentlich gut aufgehoben sein.

Und ich weiß genau, dass ich die anderen Batterien auch irgendwann wiederfinde!

Das kommt mir “spanisch” vor

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Gedächtnistraining — Dora um 5:58 pm am Freitag, April 13, 2007

Wir machen oft und gern Urlaub auf Teneriffa, weil uns das Klima gut bekommt und wir dort liebe Menschen kennen, die uns jederzeit gern bei sich aufnehmen und verwöhnen. Die Insel kommt uns schon vor wie eine zweite Heimat. Nun unternehmen wir gern spontan Touren per Bus und auf Schusters Rappen, meistens ohne konkrete Route, nur das Ziel ist vorher festgelegt. So haben wir inzwischen schon einen großen Teil von Teneriffa kennen gelernt. Natürlich ist es nützlich, wenn man auch außerhalb der von Touristen besetzten Zonen die Einheimischen nach dem Weg, der nächsten Bushaltestelle oder einem Gasthaus fragen kann. Deshalb haben wir angefangen Spanisch zu lernen per CDs und Buch. Aber die stetige Übung fehlt uns und somit vergißt man leicht die eine oder andere Vokabel.

Vor ein paar Tagen bin ich mit zwei Freundinnen Brunchen und Shoppen gegangen. Beim Bummeln durch einige Bücherläden habe ich dann ein supertolles “Visuelles Wörterbuch” (ISBN-13: 978-3-8310-9037-2) gefunden und sofort gekauft. Die Themenbereiche umfassen: Mensch, Gesundheit, Haus, Dienstleistungen, Einkaufen, Nahrungsmittel, Arbeit, Verkehr, Reise, Sport, Freizeit und Umwelt. Anhand der Bebilderung mit deutschen und spanischen Begriffen versehen, kann man sich die Vokabeln viel leichter merken. Außerdem habe ich mir vorgenommen, zum besseren Einprägen meine Schranktüren und Schubladen von innen mit kleinen Klebestreifen zu versehen, auf denen ich die spanischen Ausdrücke für die darin befindlichen Gegenstände schreibe. So kann ich mit jedem Handgriff im Haushalt gleich meine Spanischkenntnisse auffrischen. Damit kann ich zwar noch lange keine Konversation mit Spaniern betreiben, aber zumindest den Schatz an Vokabeln erweitern und vertiefen. Und das Aufschreiben hilft bestimmt auch dabei.