Generation Herbst

Alltagsszenen ab 58 plus

Über dieses Blog

Angefangen hat alles, als ich vor einigen Jahren aus einem großen in ein kleineres Haus umgezogen bin. Die Kinder waren flügge geworden und ich stand vor der Frage, wo ich denn die vielen Sachen aus der riesigen Wohnung in der kleinen unterbringen sollte. Alles Überlegen half nichts, ich mußte mich - ob ich wollte oder nicht - entscheiden, von welchen Dingen ich mich denn endgültig trennen sollte. Das war gar nicht so einfach. Ich bin ein Mensch, der gern alles Mögliche aufbewahrt, weil man es noch zu Irgendetwas gebrauchen könnte oder an lieb gewonnenen Sachen hängt, weil sie mit schönen Erinnerungen verbunden sind.

Jahre später in einem etwas längerfristigen Urlaub in einer Ferienwohnung habe ich dann festgestellt, daß man eigentlich den ganzen Kram nicht braucht, mit dem man sich zu Hause umgibt. Es reicht vollkommen aus, über notwendige Dinge für die Aktivitäten des täglichen Lebens (Schlafen, Essen, Kleiden, Waschen, Toilette) zu verfügen. Die Freizeit kann man auch ohne viel Schnickschnack gestalten. Alles Überflüssige ist eigentlich Ballast. Es stellte sich wieder einmal die Frage: “Was braucht Mensch eigentlich wirklich zum Leben?”

Und bei der Frage, wie ergeht es wohl einem Menschen, der irgendwann in ein Pflegeheim ins 2- oder 3-Bett-Zimmer muß, bin ich dann verzweifelt. Ich mag mir gar nicht vorstellen, in so eine Situation zu geraten. Man hätte nur noch sein Bett. Tisch, Schrank, Fernseher und Bad werden mit anderen geteilt. Die gesamte Intimsphäre ist auf einmal futsch. Wie grausam!

Von dem Moment an bin ich angefangen, mir Gedanken über das Alter zu machen und wie ich meinen weiteren Lebensweg gestalten möchte, um meinen persönlichen Herbst so angenehm wie möglich zu erleben. Über dieses Blog möchte ich meine Gedanken zum Lebensherbst gern anderen mitteilen. Vielleicht hat der eine oder andere ja dazu auch Ideen und Vorstellungen, die er oder sie mir über Kommentare schreiben kann. Über eine rege Beteiligung zum Thema “Generation Herbst” würde ich mich riesig freuen.

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