Vorspiel zum Blutspenden
Es war wieder so weit, im Nachbarort war Blutspenden angesagt. Am Nachmittag wedelte mir mein jüngster Sohn meinen Blutspendepass unter die Nase und fragte, ob ich mit wollte. Schließlich hätte er heute gerade Zeit und er könnte mich mitnehmen. Und ohne eine Antwort abzuwarten, trug er mich auch schon ins Auto. Und somit nahm das Schicksal seinen Lauf. Wir stellten uns schön mit den anderen in Reih und Glied auf, um uns zum Spenden anzumelden. Mein Kind stand vor mir und schaute nach vorn, glaubte ich jedenfalls. Weil es bei dieser Sache angebrachter ist, sich seiner Jacke zu entledigen, schritt ich zur Tat über. Aber was war das denn? Beim Ärmel ausziehen fühlte es sich hinter mir mit einem Mal so weich an! Ich drehte mich um und kam zu dem Resultat, dass ich einen Mitspender in den Bauch getroffen hatte - peinlich! Ich entschuldigte mich, doch der gut beleibte Herr meinte, das sei nicht so schlimm, schließlich sei er gegen jedwede Angriffe bestens gepolstert. Mein Sohn, der sehr lächerlich veranlagt ist (von wem hat er das wohl?), bekam natürlich alles mit und konnte sich vor Lachen bald nicht wieder einkriegen und sich den Kommentar nicht verkneifen, dass man mit mir nirgends hindürfte ohne aufzufallen. Drei Tage später konnte er noch über den Vorfall lachen.