Generation Herbst

Alltagsszenen ab 58 plus

Hefepilze als Krankmacher

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Heim und Garten, Krankheiten — Dora um 3:30 pm am Sonntag, Juni 10, 2007

Pressemitteilung von: Institut für Baubiologie + Oekologie IBN

Veröffentlicht am 08.06.2007 17:43:31 - Energie & Umwelt
openPR) - Die meisten Hefepilze sind ungefährlich, manche sogar nützlich (man denke an Brot, Kefir oder Yoghurt). Doch einige sind aggressiv und machen krank. Ganz wenige können sogar tödlich sein.

Bei gesunder Schleimhaut, intakter Darmflora und guter Abwehr halten sich Hefepilze oft lediglich auf den Schleimhäuten auf, ohne Schaden anzurichten. Vorsicht ist jedoch geboten bei schlechter Immunlage, bei kranken Personen, bei solchen mit Vorschädigungen oder bei Belastungen aus der häuslichen oder sonstigen Umgebung. In solchen Fällen können sich Hefen massiv vermehren und zu Problemen führen. Jeder vierte Deutsche ist laut Aussagen der DGUHT (Deutsche Gesellschaft für Umwelt und Humantoxikologie) schon immungeschädigt.

Hefepilze hausen in Häusern z.B. im Nässebereich der Küche, Toilette und im Bad, sie wohnen in Mundduschen, Zahnbürsten, Inhaliergeräte, Schnuller, Kühlschränke und Lebensmittelvorräte, Wasch- und Spülmaschinen, Wasserfilter, Keimgeräten für Sprossen, sie besiedeln Salatschleudern und Obstpressen und vermehren sich sogar auf Lebensmittel in offenen Verkaufstheken.

Eine womöglich häufig wiederkehrende Hefepilz-Infektion (in der Regel mit Candida)äußert sich vor allem mit Beschwerden des Magen-Darm-Traktes. Die Symptompalette reicht von weißlichen Beläge im Mund, Bauchschmerzen, starke Blähungen (besonders nach Verzehr von Süßem und Weißmehlprodukten), über Heißhungerattaken und Hautjucken, sogar bis hin zu Ekzeme, Allergien oder Herzbeschwerden.

Im Gegensatz zu Schimmelpilzen, die meist sichtbar als schwarze, graue, grüne oder gelbliche Flecken zu erkennen sind, sind Hefepilze nur ganz selten als dezenter heller oder gräulicher Belag sichtbar.

Wichtig: Beim Verdacht auf Hefepilz-Belastungen oder bestehenden Erkrankungen sollte sich ein erfahrener Baubiologen im Haus auf die Suche nach Candida & Co. begeben, zum anderen sollten aber auch weitere Stressfaktoren im Innenraum wie Elektrosmog, Schwermetallen, Bioziden oder Feinstäuben aufgespürt werden.

Erste Hilfe-Maßnahmen bei Hefepilzen sind eigentlich sehr simpel: Oberflächen verdächtiger Feucht- und Hygienebereiche in der Küche, Bad, Toilette sind regelmäßig zu reinigen. Sind diese bereits von Hefepilzen besiedelt, eignen sich z.B. Alkohol, Essigessenz oder Wasserstoffperoxid als Desinfektionsmittel.

Hitze vertragen Hefen nicht. Deshalb sollten beim Reinigen Temperaturen von über 60 Grad Celsius bevorzugt werden (Einsatz von Heißdampf, Abflämmen, Bügeln, Sauna, Backofen, Kochen…).

Kühlschränke, Waschmaschine und Spülmaschinen gehören regelmäßig gereinigt und eventuell desinfiziert. Gleiches gilt für Abflüsse und Siphons. Zahnbürsten, Handtücher und Wischtücher sind nicht für die Ewigkeit geschaffen: häufig wechseln.

Eine Zeit lang sollten Hefepilz-Patienten hygienisch verpackte Lebensmittel bevorzugen und Nahrung gut kochen, grillen, backen oder braten. Obst und Gemüse sollten sie stets gründlich waschen oder schälen, dann ist man die unliebsamen Untermieter bald wieder los.

Kochkünstler als Vorbild?

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Heim und Garten, Freizeit — Dora um 2:08 pm am Samstag, Juni 9, 2007

Wenn ich mich so vor meinem Fernseher von Sender zu Sender durchschalte, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit, stosse ich unwillkürlich ganz bestimmt auf irgendeine Kochschau. Herrje, was die da so alles zaubern und besonders, was die alles für exklusive Zutaten vorrätig haben. Wie schnell und einfach alles geht und wie köstlich die Speisen angerichtet sind. Da kann man ja nur neidisch werden oder verzweifeln an dem eigenen Unvermögen, so einfach und geschwind mit so wenig Aufwand und immer blitzblanker Küche und selbstverständlich mit allen möglichen Gerätschaften total tolle Supergerichte zu kreieren und dann noch wie selbstverständlich mit dem dazu passenden Getränk zu kredenzen; und das jedesmal mit anderem speziellen Geschirr, erlesenem Kristall und ausgesuchtem Besteck.

Meine Güte, allein schon wenn ich mir überlege, was ich denn so kochen könnte, fällt mir erst gar nichts und dann wieder das Übliche ein. Manchmal, wenn ich ganz viel Lust zum Ausprobieren habe, koche ich etwas Neues nach Rezept oder nach den Zutaten, die ich sowieso vorrätig im Haus habe. Wenn ich etwas Außergewöhnliches essen möchte, lasse ich mich ohnehin gern in einem netten Restaurant bei schönem Ambiente verwöhnen, ohne vorher groß einkaufen zu gehen oder die Küche  in ein Schlachtfeld zu verwandeln. Es sei denn, ich habe selber liebe Gäste. Dann schwinge ich freiwillig und sehr gern den Kochlöffel und produziere auch schon mal etwas Besonderes, von dem ich überzeugt bin, dass alle mein mit Liebe erzeugtes Essen mögen.

Ein unvergessliches Koch-Erlebnis hatte ich einmal mit einem Freund. Er hatte eine Flasche besonders guten Wein mitgebracht, den wir nach unserer gemeinsamen Koch-Produktion zum Essen trinken wollten, einer gefüllten Gans. Während der Bratzeit der Gans, platzte diese immer wieder auf und die Füllung quoll aus ihrem Bauch. Wir haben etliche Male wieder versucht, die Gans zuzustopfen, es ist uns nicht gelungen, und so haben wir die als Füllung vorgesehenen Zutaten eben als Beilagen serviert. Vielleicht lag das Mißgeschick mit der Füllung aber auch daran, dass wir zwei wie das Vorbild Alfredissimo Biolek, bereits während des Kochvorganges den Wein probiert und letztendlich vor Fertigstellung des Gerichtes verköstigt hatten. Auf jeden Fall hat die ganze Angelegenheit riesigen Spaß gemacht, aber die Küche sah anschliessend aus wie bei Hempels und nicht wie im Fernsehen, wo zum Aufräumen immer Sendeschluß ist.

 

Bandscheiben-Operation

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Krankheiten — Dora um 9:40 am am Samstag, Juni 9, 2007

Den folgenden Artikel habe ich gefunden unter: http://www.medizin-aspekte.de/07/06/medizin_forschung/bandscheibenvorfaelle_operieren.html
Bandscheibenvorfälle an der Halswirbelsäule endoskopisch operieren

Die Neurochirurgische Klinik des Universitätsklinikums Düsseldorf setzt seit neuestem ein Operationsmethode zur minimal-invasiven, endoskopischen Operation von Bandscheibenvorfällen an der Halswirbelsäule ein. Vorangegangen war eine mehrjährige Entwicklungsarbeit im anatomischen Labor der Klinik. Das Verfahren erlaubt, die Bandscheibe zu erhalten und damit die beim herkömmlichen Verfahren nötige Versteifung der Halswirbelsäule zu umgehen.
Die guten Erfahrungen mit der endoskopischen Bandscheibenoperation an der Lendenwirbelsäule waren für die Klinik Anlass, eine solche Operationsmethode auch für Bandscheibenvorfälle an der Halswirbelsäule zu entwickeln. Bei diesem neuen Verfahren wird nicht mehr die gesamte Bandscheibe entfernt, sondern nur der herausgebrochene Anteil, der auf einen Nerven drückt und damit Schmerzen, Gefühlsstörungen oder gar Lähmungen hervorruft. Durch den Erhalt der Bandscheibe, ist eine Versteifung der Halswirbelsäule nicht nötig und die natürliche Beweglichkeit bleibt erhalten. Außerdem müssen keine Implantate eingesetzt werden.Der minimal-invasive Zugang schont die Halsweichteile und insbesondere die Muskulatur. Der Patient kann sich schneller erholen, die Rehabilitation nach dem Eingriff ist einfacher und kann früher beginnen.(idw)
Weitere Informationen zum Bandscheibenvorfall gibt es auch unter: http://www.medizin-aspekte.de/07/02/schoen_vital/bandscheibenvorfall.html

Bandscheiben

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Pflege, Krankheiten — Dora um 1:51 pm am Freitag, Juni 8, 2007

Heute habe ich einen neuen Link auf meine Seite eingefügt. Wer sich informieren möchte, wie man Rückenprobleme oder Haltungsschäden vermeiden oder therapieren kann, findet hier vielleicht den einen oder anderen hilfreichen Hinweis:

http://www.starker-ruecken.com/bandscheibenblog/ 

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!

Mehr Sicherheit beim Kochen

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Heim und Garten — Dora um 8:22 pm am Donnerstag, Juni 7, 2007
Pressemitteilung von: BEN BOR SARL
Veröffentlicht am 07.06.2007 15:22:49 - Gesundheit & Medizin

(openPR) - Kochtopf mit Abgussvorrichtung: Die meisten Unfälle finden im Haushalt statt. Besonders bei Verbrühungen und Verbrennungen sind Vorfälle in der Küche schuld daran, da dort oft mit hohen Temperaturen gearbeitet wird. Eine besonders hohe Brandgefahr entsteht immer dann, wenn Flüssigkeiten in heisses Öl oder Fett gelangen, doch auch der Umgang mit kochendem Wasser birgt einige Gefahren in sich.

Beim Kochen von Teigwaren, Spargeln und anderem Gemüse muss in vielen Fällen das noch siedende Wasser abgeschüttet werden. Dabei kann man sich nicht nur am heissen Geschirr verletzten, denn auch der Sud spritzt gerne unkontrolliert herum, während er in ein Sieb gegossen wird. Um diese Gefahrenquelle auszuschalten wurde ein Kochtopf mit verschliessbarem Deckel und integrierter Ausgussvorrichtung entwickelt. Er verfügt zudem über wärmisolierende Hohlbeschläge, damit man sich bei der Handhabung nicht die Finger verbrennen kann.

Sicherheitskochtopf

Der Küchenshop MasterCuisine www.mastercuisine.com achtet bei allen Angeboten auch auf die Sicherheit beim Kochen.

Odyssee

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Freizeit, Mitmenschliches — Dora um 5:17 pm am Mittwoch, Juni 6, 2007

Neulich hatten wir uns mit den Kindern abends spontan entschlossen, essen zu gehen. Die Frage war nur: wohin? Jeder hat so seine speziellen Vorlieben. Zwei von uns sind Möchtegern-Vegetarier, zwei essen für ihr Leben gern Fisch, einer nimmt vorzugsweise leichte Kost und ein anderer mag am liebsten etwas Deftiges und Kräftiges. Nichts desto trotz fanden wir dann ein entsprechendes Lokal heraus, in dem jeder sein Lieblingsgericht vorgesetzt bekommmen könnte - glaubten wir. Also auf ging es.

Zu unserem großen Pech war das von uns ausgewählte Gasthaus leider völlig überbelegt. Dort war eine sehr große Senioren-Gesellschaft fröhlich beisammen mit Gesang, der von einem Akkordeonspieler begleitet wurde. Das war nicht unbedingt unsere Musikrichtung und es waren auch nur noch sehr wenige Plätze frei. Wir hätten wahrscheinlich stundenlang auf das Essen warten müssen. Eine Alternative war schnell ausgemacht und wir begaben uns zu dem nächsten Restaurant. Dort angekommen, mußten wir enttäuscht zur Kenntnis nehmen, daß das Lokal aufgrund einer geschlossenen Gesellschaft uns keinen Einlaß gewähren konnte.

Weiter ging die Suche nach einem passenden Lokal. Es gibt in unserem Ort mindestens 50 Gaststätten und Restaurants, siehe unter http://www.varel.de/gastronomie.php, da sollte man doch annehmen, daß eine weitere Auswahl möglich sei. Also fuhren wir zu einem nächsten uns wohlbekannten Schlemmerort. Ein sehr gemütliches Restaurant mit tollem Ambiente und einem vielversprechenden Speisenangebot. Dummerweise war die Küche überfordert mit unserer kleinen Gruppe. Man teilte uns mit, daß sich noch eine größere Gruppe Gäste angemeldet hätte und das Personal sei damit voll ausgelastet. Hatten wir irgendeinen Makel an uns? War das eine Ausrede? Oder waren die Servicekräfte wirklich nicht in der Lage sich um weitere sechs Personen zu kümmern?

So schnell warfen wir die Flinte nicht ins Korn. Nach weiteren Abwägungen und intensivem Suchen nach einer Lösung für uns zum Essen wären wir letztendlich auch fast mit einer Imbißbude einverstanden gewesen. Als wir bei unserem Stammrestaurant vorbei kamen, mußten wir leider feststellen, daß auch dieses bis auf den letzten Platz besetzt war. Die Leute standen zum Teil schon draußen an, um auf einen freien Tisch zu warten. Zu guter Letzt sind wir in einem mittelprächtigen Gasthaus gelandet, besser gesagt, gestrandet (Restaurant am Deich des Jadebusens). Das Essen war - na ja - wir sind satt geworden. Mit der Herstellung eines Alsterwassers waren die Bediensteten ein wenig überfordert, ich bekam ein Bier mit einem Krug Sprudel (Und das hier in unserer Gegend! Darf nicht wahr sein!).

Zum Trost sind wir anschließend noch in eine Kneipe zu einem uns bekannten Wirt gegangen, wo wir den irrwitzigen Abend gemütlich ausklingen lassen haben.

Das nächste Mal, wenn wir gepflegt essen gehen wollen, werden wir uns wieder artig irgendwo anmelden, wie wir es bisher auch immer gehalten haben. Dann ersparen wir uns eine Menge Zeit und Wege und wissen schon von vorn herein, daß es uns allen munden wird.

 

Kniffeln

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Gedächtnistraining, Freizeit, Mitmenschliches — Dora um 10:18 pm am Dienstag, Juni 5, 2007

Letztens abends haben wir seit langer Zeit wieder in lustiger Gesellschaft gespielt. Unsere großen Kinder waren zu Besuch da und hatten sich entschlossen, mit uns Alten einen Spiele-Abend einzulegen. Wir fanden die Idee wunderbar.

Nach wenigen Augenblicken stand fest, daß wir kniffeln wollten. Wenn man sich lange Zeit mit diesem Würfelspiel nicht mehr vergnügt hat, muß man sich erst mal wieder mit den Spielregeln vertraut machen. Aber wir waren schnell bei der Sache, zumal wir früher schon oft gemeinsam mit den Kindern gekniffelt hatten. Aus der Erinnerung heraus hatten wir fix die Spielregeln abgerufen und dabei gleich neue Zettel für die Auswertung erstellt. Um beim Umstülpen des Knobelbechers nicht so laut zu sein (damit der Nachbar nicht vom Sofa fällt), dämpften wir den Krach mit einer dicken Filzunterlage auf dem Tisch. Wir hatten einen Mordsspaß beim Knobeln. Niemand war beleidigt, wenn er als Verlierer der Runde feststand (früher war das manchmal dramatisch). Wer die wenigsten Punkte erreicht hatte, durfte zur Strafe eine Runde meines selbst erzeugten supersüßen und klebrigen Kirschlikörs einschenken.

Beim Spielen hatten wir überhaupt nicht gemerkt, wie schnell die Zeit verging. Ehe wir uns versahen, war es schon Mitternacht. In fröhlicher Stimmung (nicht nur wegen des Likörs) verabschiedeten wir uns und begaben uns zum Schlafen. Das war ein wirklich wunderschöner Abend. 

Eines steht fest: gemeinsames Spielen ist gut für die Seele und für die grauen Zellen. Es dient den zwischenmenschlichen Beziehungen, trainiert das logische Denken und das Reaktionsvermögen.

Inspektion

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Mitmenschliches — Herma um 9:48 pm am Samstag, Juni 2, 2007

Dienstagmorgen brachte ich meinen Hüddel (so nenne ich mein kleines Auto) zur Werkstatt. Die nächste Inspektion stand auf dem Plan. Kann ja nicht so schlimm sein, dachte ich. 

Daß die Stoßdämpfer nicht mehr die besten waren, war mir eigentlich klar, aber was hat das mit der Inspektion zu tun? Als ich die Autoschlüssel im Werkstattbüro abgegeben hatte hieß es, der Wagen sei nachmittags fertig zum Abholen. Gegen 15.30 Uhr jedoch klingelte mein Telefon zu Hause und eine freundliche Stimme gab mir zu verstehen, daß die Ablaßschraube der Ölwanne meines Gefährtes ausgeleiert sei. Vorsorglich hätte man schon eine neue Ölwanne bestellt. Ja und die Stoßdämpfer seien auch hin. Die Stimme fragte mich, ob sie gleich die neuen Stoßdämpfer mit einbauen sollten oder vielleicht erst in einigen Wochen. Das Auto sei nun gerade mal vorne offen, und da wäre es doch sinnvoll, …. Zähneknirschend gab ich den Auftrag, gleich alles in einem Aufwasch zu erledigen. Als ich mich am nächsten Nachmittag nach dem Zustand meines geliebten Hüddels erkundigte, hieß es, es müsse noch …. Am Freitag könnte ich ihn dann wieder abholen.

Und tatsächlich, am Freitag war alles fertig und ich konnte mein Auto wieder mitnehmen. “Die Rechnung schicken wir Ihnen dann zu, sieht gut aus!” bekam ich mit einem äußerst komischen Grinsen nachgerufen. Und um noch eines draufzusetzen, gab der jüngste Sohn mir abends zu verstehen, daß im September der TÜV fällig sei. Ja bin ich denn Rockefeller oder gehe ich nur für das Auto malochen? Im Moment reicht es mir!

Dummerweise kann ich ohne Auto nicht arbeiten gehen, aber ohne Arbeit kein Auto unterhalten. Aber was erwartet man heute von den Leuten? Daß sie fürs Arbeiten mobil und flexibel sein sollen.

Wie widersinnig!

Leben: JETZT

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Mitmenschliches — Dora um 5:50 pm am Samstag, Juni 2, 2007

“Das Leben ist eines der schwierigsten Dinge, es ist wie eine Hühnerleiter, kurz und beschissen!” Das hat eine alte Bekannte meiner Eltern in meiner Kindheit oft zitiert. Der Spruch ist mir in Fleisch und Blut übergegangen und ich werde ihn wohl auch bis an mein Lebensende behalten. Die alte Dame ist immerhin fast 90 Jahre alt geworden, obwohl sie zwei mal an Krebs erkrankt war und nach mehreren Operationen, Bestrahlungen und Chemotherapien glücklicherweise wieder ihre Gesundheit erlangte. Nie wieder habe ich einen so unternehmungs- und lebenslustigen Menschen kennengelernt. Sie hat stets gute Laune verbreitet, obwohl sie es in ihrem Leben wirklich nicht gerade leicht hatte. Ihre häuslichen und wirtschaftlichen Verhältnisse waren eher ärmlich und bescheiden. Aber nie hat sie den Kopf hängen lassen oder aufgegeben. Trotz vieler persönlicher Schicksalsschläge hat sie immer wieder mutig nach vorn gesehen und das Beste für sich aus den noch so widrigen Umständen herausgeholt. Meine Bewunderung und Hochachtung für ihre Lebenseinstellung ist ihr somit auch heute noch sicher.

Seit ich das erste Mal in meinem bescheidenen Leben im Alter von 26 Jahren dem Tod gerade noch so von der Schippe gehüpft bin, habe ich mir für meine Zeit auf Erden vorgenommen, jedem Tag etwas Positives abzugewinnen, auf kleine Wunder in meiner Umwelt zu achten und aus Fehlern zu lernen anstatt mich über sie zu ärgern. Jedes Mißgeschick im Leben kann auch der Startschuß zu einem Neubeginn sein, habe ich festgestellt. Man muß sich nur einmal die Mühe machen, sich darauf zu besinnen, was man vom Leben für sich selbst erwartet und was man selbst dazu beitragen kann, es für sich selbst (und damit automatisch für sein eigenes Umfeld) so erträglich und angenehm wie möglich zu gestalten.

Ist es wirklich so notwendig, sich überall angepaßt zu verhalten, nicht unangenehm aufzufallen und wie eine Maschine zu funktionieren? Ich meine NEIN! Was andere von mir erwarten, entspricht nicht unbedingt dem, was mich glücklich macht. Und für ein bißchen Glück im Leben brauche ich nicht unbedingt Reichtümer. Meine Lebenseinstellung ist viel wichtiger! Etliche Fehlentscheidungen aus der Vergangenheit betrachte ich als weitere Schritte meiner persönlichen Entwicklung und viele Steine, die man mir vor die Füße geworfen hat, habe ich zum Weiterklettern benutzt. Und wenn ich nicht etliche Tiefs in meinem Leben gehabt hätte, hätte ich die vielen Hochs eventuell gar nicht bewußt wahrgenommen.

Zwischenzeitlich habe ich einmal geglaubt, daß ich immer über hundertprozentig hervorragend funktionieren müßte, um meinen Lieben ein zuverlässiger Partner zu sein. Heute weiß ich, daß ich “nur” ein Mensch bin, dem auch Fehler unterlaufen dürfen, denn nobody is perfect! Nur wenn es mir persönlich gut geht, kann ich auch anderen eine ordentliche Stütze und ein guter Partner sein. Wenn ich rastlos und ohne Pausen für Sicherheit und Vorsorge kämpfe, vergesse ich zu tanken und werde krank. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Heute lasse ich zwischendurch mal meine Seele baumeln und tu mir selbst des öfteren etwas Gutes, und zwar spontan und wenn mir danach ist. Man glaubt ja gar nicht, wie erholsam das ist und wieviel neue Kraft man dadurch gewinnt. Ich habe auch aufgehört, stets nach Sicherheit zu trachten, um im Alter beruhigter sein zu können. Woher weiß ich denn, ob ich überhaupt alt werde, ob ich dann noch gesund genug bin, um das zu machen, was mir Freude bereitet? Darum ist meine Devise, jetzt (etwas) zu (erl)leben und nicht alles nach hinten zu verschieben. Sonst könnte ich wahrscheinlich zu viel verpassen und das eines Tages bereuen. Das bedeutet nicht, daß ich meinen Verpflichtungen nicht nachkomme. Ich lasse mich nur nicht mehr zum perfekten Roboter degradieren und von Konsumvorschriften der Werbung manipulieren. Und auch der Alltagsstress im Büro kann mir nichts mehr anhaben, weil ich alles aus einem anderen Blickwinkel betrachte, ich arbeite nämlich eines nach dem anderen ab, je nach Priorität (und die lege ich wo immer es geht, selbst fest).

Wenn man einmal davon ausgeht, daß das Leben morgen schon vorbei sein kann, sollte man endlich anfangen, sich selbst wahrzunemen, zu lieben und zu LEBEN!

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