Kommunikation zwischen Arzt und Patient
Diese Pressemitteilung passt zu meinem Beitrag vom 30.04.2007 “Vertrauenswürdiger Arzt”, genau das, was ich dort aus eigenen Erfahrungen beschrieben habe, findet sich hier wieder.
Kommunikation zwischen Arzt und Patient: häufig mangelhaft und folgenschwer
Pressemitteilung von: Pabst Science Publishers - Veröffentlicht am 11.06.2007 12:52:47 - Gesundheit & Medizin
(openPR) - Bis zu 50% der Behandlungen werden von Patienten abgebrochen. Ein Drittel der verordneten Medikamente wird nicht eingenommen. Die Verständigung zwischen Ärzten und Patienten ist häufig mangelhaft. “Maßgeblich zur Verbesserung der Compliance trägt die positive Gestaltung der Arzt-Patienten-Beziehung bei”, schreibt Dr. Kerstin Seliger in dem aktuellen Lehrbuch “Kompetent kommunizieren in Klinik und Praxis”. Die Psychologin nennt wichtige Aspekte:
- Empathie und Sorge - Hilfsbereitschaft in Einstellung und Verhalten
- Akzeptieren und Würdigen kleiner Veränderungen
- Auf verschiedenen Stufen der Behandlung Non-Compliance antizipieren
- Ambivalenz als normal akzeptieren
- Ansprechen von Problemen bei der Compliance
- Dem Patienten helfen, Hürden zu antizipieren
- Änderungen verhandeln, nicht diktieren
- Betonung der Verantwortung des Patienten
- Vermittlung von Wissen - auch für die Angehörigen
- Explorieren der Hoffnungen, Erwartungen und Ziele des Patienten
- Diskussion der Vor- und Nachteile der Behandlung
- Direktes Feedback geben
- Ängste ernst nehmen
- Motivation für die Veränderung besprechen und festhalten
Zehn Medizinpsychologinnen und Psychologen vermitteln in Einzelbeiträgen Grundsätzliches und konkret Beispielhaftes zu einer erfolgreichen ärztlichen Kommunikation.
K. Rockenbauch, O. Decker, Y. Stöbel-Richter (Hrsg.)
Kompetent kommunizieren in Klinik und Praxis
ISBN-10:3-89967-330-1, 284 Seiten, 25,- Euro