Generation Herbst

Alltagsszenen ab 58 plus

Provozierte Eifersucht?

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Mitmenschliches — Herma um 1:04 pm am Donnerstag, Juni 28, 2007

Ich wollte in die Stadt um einige Dinge zu erledigen. Mein Jüngster bat mich, ihn mitzunehmen. Also fuhren wir beide los. Auf einem Parkplatz hatte ich Glück, weil noch jede Menge Parklücken frei waren. Während ich in eine hineinsteuerte, fuhr neben mir ein Herr mittleren Alters gerade wieder ab. Ich stieg aus und kramte nach Kleingeld für die Parkuhr als ich plötzlich gefragt wurde: “Benötigen Sie einen Parkschein?”. Es war besagter Herr und ehe ich antworten konnte, hatte ich auch schon seinen Parkschein in der Hand. “Der ist noch eine Stunde gültig. Reicht das?”. Sprachs, stieg wieder in sein Auto und winkte freundlich lächelnd beim Wegfahren. “Was war das denn?” meinte mein Junior daraufhin. “Ein Parkschein!” war meine Antwort.

Wieder zu Hause angekommen erzählte der Jüngste die Sache seinem Vater und schmückte den Vorfall phantasievoll aus. Daraufhin mein Gemahl: “Was soll das denn werden, kanntest du den?” Ich verneinte, stapelte aber hoch mit der Bemerkung: “Irgendwie fängt eine neue Beziehung immer an, manchmal eben so!” Es folgte ein muffeliges unverständliches Gebrummel und anschliessend konnte ich daraus entnehmen, dass er meinte: “Erst von fremden Männern Geschenke annehmen und was kommt dann?”

 

 

Botulinum Toxin A: Zulassung in der Urologie rückt in greifbare Nähe

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Pflege, Krankheiten — Dora um 12:40 pm am Dienstag, Juni 26, 2007

Diese Information habe ich heute als Pressemitteilung gefunden:

Als Faltenkiller hat es unter Prominenten längst Karriere gemacht: Botulinum Toxin - das stärkste aller bekannten Gifte. Nun hält es auch Einzug in die Urologie. Blasenfunktionsstörungen und die gutartige Prostatavergrößerung stehen im Blickpunkt der Mediziner. Für Erstgenannte rückt die amtliche Zulassung von Botulinum Toxin A in Deutschland bereits in greifbare Nähe.

Zwei gehäufte Teelöffel der Reinsubstanz Botulinum Toxin könnten die gesamte Bevölkerung Deutschlands vernichten. Extrem verdünnt wird das Gift, das von dem Bakterium Clostridium botulinum gebildet wird, in der Medizin verwendet. In der Urologie ist der unter dem Handelsnamen Botox, Dysport und Xeomin bekannte Wirkstoff Botulinum Toxin A bei der Behandlung von Blasenfunktionsstörungen erfolgreich und gilt als großer Hoffnungsträger bei der gutartigen Prostatavergrößerung. Beides sind millionenfach verbreitete Krankheitsbilder.

Blasenfunktionsstörungen mit einhergehender Inkontinenz schränken die Betroffenen erheblich in ihrer Lebensqualität ein und sind mit herkömmlichen Substanzen mitunter nicht behandelbar. Eine Operation kann dann unumgänglich sein. “Mit Botulinum Toxin A steht uns heute ein potenter Wirkstoff zur Verfügung, der die therapeutische Lücke zwischen Tabletten und Operation schließt”, sagt Privatdozent Dr. Christoph Seif von der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Universitätsklinikum Schleswig Holstein, Campus Kiel. “Ein Meilenstein bei der Behandlung von Blasenfunktionsstörungen!”, so Privatdozent Dr. Arndt van Ophoven, Urologische Klinik und Poliklinik am Universitätsklinikum Münster. “Botulinum Toxin A kann unter örtlicher Betäubung direkt in die Harnblase gespritzt werden und bewirkt eine Lähmung der Blasenmuskulatur. Symptome wie häufiger und unwillkürlicher Harndrang werden bis zu acht Monate lang reduziert oder völlig unterbunden”. Die überaktive Blase, auch neurogener Ursache, zum Beispiel nach Querschnittlähmungen oder bei Multipler Sklerose sind häufige Indikationen. Bei chronisch schmerzhaften Blasenerkrankungen wie der interstitiellen Cystitis wird Botulinum Toxin A ebenfalls eingesetzt. Zurzeit erfolgt dies im so genannten Off-Label-Gebrauch, da die amtliche Zulassung des Medikaments in der Urologie noch aussteht. “Der Off-Label-Einsatz von Botulinum Toxin A ist bei neurogenen Blasenfunktionsstörungen an ausgewiesenen Zentren möglich, weil es sich um eine schwerwiegende Erkrankung handelt und es keine vergleichbare Therapiealternative gibt”, so Dr. Seif. An den weltweiten Zulassungsstudien ist auch die Kieler Urologie beteilt. Privatdozent Dr.Seif: “Die amtliche Zulassung wird für 2009 erwartet”. Bis dahin erfolgt in der Regel keine Kostenübernahme der etwa 1000 Euro teuren Injektion durch die Krankenkassen. Injektion statt Operation: Die Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung (BPH) mit Botulinum Toxin A sei ein vielversprechender Therapieansatz, so der Münsteraner Urologe Priv.-Doz. Dr.van Ophoven. Mehr als die Hälfte aller über 50-jährigen Männer in Deutschland sind von diesem quälenden Männerleiden betroffen. Mit zunehmendem Alter beginnt das Prostatagewebe zu wuchern, das Drüsenorgan vergrößert sich und die Harnröhre wird mehr und mehr eingeklemmt. Zu den Symptomen gehören ein abgeschwächter Harnstrahl und das Gefühl ständig urinieren zu müssen. Die Blase kann nicht vollständig entleert werden. Häufig kommt es zu Entzündungen der Blase und der Nieren. Medikamente und letztlich Operationen, vornehmlich die transurethrale Ausschälung der Prostata, der derzeitige Goldstandard, aber auch Eingriffe, die Mikrowellen, Hochfrequenz-Strom, Laser oder Ultraschall einsetzen, sind aktuelle Therapieoptionen. Jüngste Studien aus den USA und Italien berichten nun, dass Botulinum Toxin-Injektionen die Prostata erfolgreich schrumpfen lasse. “Der Wirkstoff wird ultraschallgestützt direkt in die Vorsteherdrüse gespritzt und löst dort durch die so genannte Apoptose ein eingeleitetes Zellsterben aus”, sagt Priv.-Doz. Dr. van Ophoven. In der Folge nimmt das Prostatavolumen ab und die Restharnmenge verringert sich bei verbessertem Harnstrahl. Im Rahmen weltweiter Studien werden valide Daten zu dieser potentiellen neuen Therapie erhoben. Auch in der Kieler Urologie: “Neben klinischen und tierexperimentellen Studien geht es uns vor allem um Grundlagenforschung zum Einsatz von Botulinum Toxin A.”, sagt Priv.-Doz. Dr. Christoph Seif, dessen Forschungen aktuell mit einem Betrag von 200 000 Euro von der Deutschen Forschungsgesellschaft unterstützt werden.

An der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Murnau, wo im Jahr 1998 zum ersten Mal auf der Welt durch Professor Manfred Stöhrer Botulinum Toxin in den Blasenmuskel injiziert worden war, ist 2005 von seinem Nachfolger, Dr. Dieter Löchner-Ernst, erstmalig in Deutschland ein Patient mit vergrößerter Prostata und entsprechender Behinderung des Harnabflusses durch Injektion von Botulinum Toxin direkt in die Prostata behandelt worden. “Wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Wirkung ist nach ein bis vier Wochen zu erwarten, die Wirkdauer beträgt ungefähr neun Monate. Die Prostata schrumpft und die Abflussbehinderung verschwindet rasch”, sagt der leitende Arzt der Urologie Dr. Löchner-Ernst. “Gerade bei älteren, hinfälligen Patienten ist Botulinum Toxin A eine schonende Therapiealternative, um eine eventuell belastende Operation zu umgehen.”

“Botulinum Toxin A ist eines der aktuell spannendsten Themen in der Urologie und eines der innovativsten auf dem kommenden Urologen-Kongress”, resümiert Priv.-Doz. Dr. Arndt van Ophoven, der auf der 59. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. vom 26. bis 29. September in Berlin über “Botox im Jahre 2007″ referiert. Priv.-Doz. Dr. Christoph Seif spricht dort über die retrospektive Analyse des Behandlungs-Outcomes von Patienten mit neurogener Blase unter der Behandlung mit Botox.

Auf der Seite www.urologenportal.de findet man u. a. einen Urologen vor Ort, den man sicherlich auch zu Fragen bezüglich dieser Informationen aufsuchen kann.  

Richtig Heben und Tragen

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Pflege, Heim und Garten — Dora um 10:11 pm am Freitag, Juni 22, 2007

Viele Menschen haben Rückenprobleme, weil sie nicht wissen, wie rückenschonendes Arbeiten funktioniert. Einige wichtige Tipps dafür findet man unter der folgende Seite http://www.bgdp.de/pages/arbeitsicherheit/grundinfo/heben-tragen.htm. Außerdem wird hier einfach und leicht verständlich erklärt, was falsches Heben und Tragen bewirkt. Die dort angeführten Hinweise sind selbstverständlich auf alle Bereiche des täglichen Lebens anwendbar. Nur - sich danach zu richten, fällt vielen Menschen sehr schwer, weil sich falsche Bewegungsmuster bereits zu sehr eingeprägt haben. Man muß sich bei jeder Bewegung daran erinnern, welche schlimmen Auswirkungen falsche Arbeitsweisen und Haltungsfehler nach sich ziehen, besonders beim Heben, Tragen, Arbeiten am Boden (in gebückter Haltung) oder mit großem Abstand (ausgestreckten Armen).

Einige wichtige Tipps aus dem Artikel hier kurz zusammengefaßt:

  • Möglichst nah und frontal zum Gegenstand stellen.
  • Füße mindestens hüftbreit aufsetzen
  • Auf vollständigen Fuß-Boden-Kontakt achten (d.h. auch die Ferse berührt den Boden).
  • Bauchmuskeln anspannen, jedoch nicht die Luft anhalten.
  • Aus den Beinen heben (Beine beugen; Kniewinkel nicht unter 90°).
  • Rücken während des Arbeitsvorgangs gerade halten.
  • Last nicht ruckartig bewegen.
  • Verdrehungen der Wirbelsäule vermeiden.
  • Hebe- und Stapelhilfen einsetzen, um Lasten nicht aus Bodennähe heben zu müssen.
  • Das Material bzw. die Paletten möglichst so aufstellen, dass lange Tragewege sowie Drehbewegungen des Oberkörpers beim Heben vermieden werden.
  • Eine Hebetechnik wählen, die reines Heben aus dem Rücken vermeidet und die Kraft der Beine beim Heben der Lasten nutzt.
  • Mit Mitarbeitern über die speziellen Schwierigkeiten am Arbeitsplatz und Verbesserungsmöglichkeiten sprechen.

Aber auch zu vielen anderen Bereichen findet man auf der Seite der Berufsgenossenschaft viele wertvolle Hinweise, die nicht nur für die Arbeitswelt in der Druck- und Papierbranche wichtig sind.

Also ruhig mal reinsehen auf www.bgdp.de.

 

Gefunden: Seniorenkompass

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Pflege, Recht und Politik, Mitmenschliches — Dora um 4:37 pm am Mittwoch, Juni 20, 2007

Ich habe wieder eine interessante Webseite gefunden, die für jeden sehr informativ ist, der sich mit Themen zur Pflege (besonders von Angehörigen), Testament, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht u. v. a. m. beschäftigt. Außerdem ist ein Mitarbeiter der Website heute, am Mittwoch dem 20.06.07 um 20.15 Uhr, im WDR-Fernsehen in der Sendung “Hart aber fair” zu Gast. 

Pressemitteilung von: Kai Müller Mensch & Internet  - Veröffentlicht am 20.06.2007 17:07:42 - Gesundheit & Medizin: Der kostenlose Ratgeber mit Webverzeichnis und Forum www.senioren-kompass.de baut sein Angebot auch im Juni weiter kontinuierlich aus. Die Website die sich auf leichtverständliche Informationen und Hilfestellung rund ums Thema Pflege, Altenpflege und Gesundheit spezialisiert hat wurde unter anderem mit einem kostenlosen Dokumentenservice, einem Lexikon sowie um den Bereich Innovationen erweitert. In der Rubrik Dokumentenservice werden Besuchern Dokumente und Musterbriefe, wie z.B. Patientenverfügungen, Antragsformulare für Pflegehilfsmittel und Leistungen der Pflegeversicherung sowie Checklisten für die Auswahl eines richtigen Pflegedienstes zum kostenlosen Bearbeiten und Ausdrucken in verschiedenen Formaten bereitgestellt. Das neue Lexikon bietet eine einfache Übersicht über die wichtigsten Fachbegriffe rund ums Thema Pflege, Altenpflege und Gesundheit sowie Erklärungen zum einfachen Umgang mit PC und Internet. Im Bereich Innovationen stellt die Website Senioren-Kompass Menschen und Unternehmen vor, die besonders praktische und hilfreiche Produkte oder Dienstleistungen für Senioren, Angehörige oder Helfer anbieten oder herstellen. Diese Informationen und noch viele weitere Neuerungen finden Sie auch unter www.senioren-kompass.de 

 

Einfache BE-Berechnung für Diabetiker

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Pflege, Krankheiten — Dora um 9:43 pm am Sonntag, Juni 17, 2007

Pressemitteilung: verfasst von Sven-David Müller-Nothmann am Fr. 2007-05-04 15:01.

Über die Geheimnisse der Broteinheiten und die Möglichkeiten durch eine spezielle Ernährungsweise Blutzuckerspitzen zu glätten, informiert das jetzt erschienene Buch „Ernährungsratgeber Diabetes” von Sven-David Müller-Nothmann und Christiane Weißenberger. Die beiden erfahrenen Diätassistenten haben schon eine Reihe von Patientenratgebern gemeinsam verfasst. Für viele Diabetiker ist die richtige Ernährungsweise ein Buch mit sieben Siegeln und diese möchten wir mit unserem neuen Ratgeber aufbrechen, betont Sven-David Müller-Nothmann, der in seinem sechsten Lebensjahr an Diabetes mellitus erkrankte. In Deutschland leben sechs Millionen Diabetiker und täglich kommen neue Patienten hinzu. Diabetes mellitus ist eine Volkskrankheit, die zu massiven Folgen führen kann. Eine ausgewogene Ernährungsweise kann vor den Folgekomplikationen des Diabetes mellitus an Blutgefäßen, Nerven, Augen und Nieren schützen. Insulinpflichtige Diabetiker müssen dafür sorgen, dass die Kohlenhydratzufuhr, die zur Blutzuckersteigerung führt und die Insulinierung zusammen passen. Diabetiker berechnen dafür die Kohlenhydrate nach BE. Diese Abkürzung steht für Broteinheiten. Der BE-Bedarf eines Diabetikers lässt sich nach folgender Formel leicht berechnen: Energiebedarf : 100 = Bedarf an Broteinheiten pro Tag.

Die Autoren des Buches zeigen deutlich, dass Diabetiker heute wirklich nicht mehr auf Genuss verzichten müssen. Außerdem machen sie deutlich, dass schon durch den Abbau von nur wenigen Kilogramm Übergewicht sich bei Typ 2 Diabetikern die Blutzuckerwerte völlig normalisieren können. Bei diesen Patienten kann oftmals ganz auf Insulin und Tabletten verzichtet werden, wenn die Gewichtsreduktion, die durch eine Reduktionskost, Bewegungstherapie sowie Verhaltenstraining erreicht wird, rechtzeitig erfolgt. Diätetische Lebensmittel, die früher in jedem Diabetiker-Haushalt zu finden waren, sind heute bis auf Süßstoffe, süßstoffgesüßte Limonaden oder Colagetränke sowie Zuckeraustauschstoffe wie Isomalt, praktisch völlig verschwunden. Süßstoff macht auch für Diabetiker das Bedürfnis nach dem Süßen ohne Blutzuckersteigerung möglich und Isomalt ist einfach ideal zum kalorienarmen Backen geeignet, so Diabetesberater Müller-Nothmann. Das Buch Ernährungsratgeber Diabetes informiert auf 140 Seiten ausführlich über die chronische Krankheit Diabetes mellitus und zeigt in 50 Rezepten, wie lecker eine kreative Diabetikerküche ist. Christiane Weißenberger hat sich auf die Beratung von Diabetikern spezialisiert, ist in einer diabetologischen Schwerpunktpraxis tätig und hat sich zur Diabetesassistentin fortgebildet. Sven-David Müller-Nothmann war als Diätassistent und Diabetesberater DDG zehn Jahre am Universitätsklinikum Aachen beschäftigt. Weitere Informationen unter www.nutrimedic.de.Bibliografische Daten: Ernährungsratgeber Diabetes, Sven-David Müller-Nothmann/Christiane Weißenberger, Schlütersche Verlagsanstalt, ISBN 3-89993-529-5, 12,90 Euro.

Absturz

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Mitmenschliches — Herma um 7:04 pm am Samstag, Juni 16, 2007

Ein älterer Herr (bereits im Ruhestand) fand es äußerst interessant, dass sein Junior für seine Firma hin und wieder Ware per LKW quer durch Europa ausliefern fuhr. Eines Abends wurden sich die beiden einig, dass der Vater eine kleinere Tour mitfahren würde. Morgens gegen 2.30 Uhr ging die Fahrt los. Der Vater sah sich den Ablauf der Warenauslieferung an und nahm sich vor, seinen Sohn bei seiner Arbeit zu unterstützen. Als der junge Mann wieder an einem Auslieferungswerk hielt und mit den Papieren ins Büro ging, wollte der ältere Herr in der Zwischenzeit die Plane des LKW zurückschlagen. Und genau wie der Sohn wollte der Vater von oben aus dem Führerhaus springen, getreu dem Motto “Was der kann, kann ich auch!” Er sprang und - lag lang unterhalb der LKW-Tür auf dem Pflaster. Rasch schielte er in die Richtung, in die sein Junior hinter irgendeiner Tür verschwunden war. Niemand war zu sehen und sein Mißgeschick schien kein Mensch bemerkt zu haben. Der Gefallene spürte, dass er sich zum Glück nicht verletzt hatte, richtete sich wieder auf und löste die Plane. Als der Sohn zurückkam, war er ganz stolz auf seinen Vater und meinte: “Na, das hätte ich dir in deinem Alter gar nicht mehr zugetraut, da bin ich aber überrascht.” “Ach, kein Problem,” konterte der alte Herr, “schließlich möchte ich mich für die Mitnahme ja auch ein wenig engagieren.” Die beiden fuhren die Tour unfallfrei zu Ende, doch bei den nächsten Haltepunkten stieg der Vater vorsichtshalber über die dafür vorgesehenen Stufen aus dem Lastwagen.

Am späten Abend, zu Hause angekommen, beichtete der ältere Herr seiner Gemahlin das Geschehen und stellte beiläufig dabei fest, dass er jetzt doch genau wüßte, dass er schon 60 plus sei. Sein Sohn weiß von dem Sturz bis heute nichts. Ob er es jemals erfährt?

Goldgrube

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Pflege — Herma um 12:45 pm am Freitag, Juni 15, 2007

Wenn ein Schwerstpflegebedürftiger zu Hause von seinen Angehörigen versorgt und betreut wird, ist das nicht immer ganz einfach - natürlich für beide Seiten. Manchmal ist es sogar besser, wenn Menschen im Heim untergebracht werden, nämlich, wenn die Verwandten dem Druck und den Aufgaben der Pflege nicht gewachsen sind. Es ist eben nicht jeder Person möglich, diesen Pflichten nachzukommen, sei es aus persönlichen oder fachlichen Gründen und das sollte auch so respektiert werden. Altenpflege, besonders im Bereich der Demenz, ist wahrlich kein Zuckerschlecken. Wenn sich jemand zu Hause 24 Stunden 7 Tage die Woche um seine zu versorgende Person kümmern muß, hat der- oder diejenige kaum eine Chance, sich davon einmal zu erholen oder Abstand zu gewinnen. Anders ist es bei den professionell Pflegenden. Diese gehen nach ihrem Dienst nach Hause und können abschalten, um beim nächsten Mal wieder frisch und munter allen Bedürfnissen der zu Betreuenden gewachsen zu sein. Außerdem haben mache von ihnen ihre ganz persönliche Technik entwickelt, um auch schwierigste Situationen in den Griff zu bekommen und nett und freundlich jedwede Aufgabe zu meistern. So wie auch im folgenden Beispiel:

Am Sonntagabend bereits freute sich Schwester A auf ihre kommende Freiwoche, nur ein Nachtdienst stand ihr noch bevor. Aber die gesamten Nachtdienste in der vergangenen Woche waren recht normal verlaufen und so war sie guter Dinge, dass sie die letzte Nacht auch problemlos überstehen würde. So war es denn auch. Montag früh, kurz vor Dienstschluß führte sie noch die Grundpflege bei Frau B durch und schloß danach noch die Sondenkost bei der Bewohnerin an. Da trudelten auch schon die ersten Kollegen der Frühschicht ein. Die Dienstübergabe ging relativ flott vonstatten, denn es gab nichts Besonderes zu berichten, es war nichts Außergewöhnliches in der Nacht passiert. Schwester A wurde von den anderen Mitarbeitern verabschiedet, zog ihre Jacke an, griff nach der Türklinke und - hörte einen erbärmlichen Schrei. Sie machte sich auf, um nach dem Ort des Geschehens zu sehen, vielleicht brauchte ja noch jemand ihre Hilfe? Schwester C stand in der Tür von Frau B und rief ihr zu: “Fahr bitte zur Tankstelle und hol den Hochdruckreiniger!” Neugierig schaute Schwester A ins Zimmer. Was war geschehen? Frau B hatte sich selbst, das Bett, die Wand, den Nachtschrank, den Infusionsständer und alles was sie irgendwie erreichen konnte, über und über mit Kot beschmiert. “Na ja, dann noch fröhliches Schaffen und angenehmen Dienst … ” meinte Schwester A, bewegte sich in Richtung Ausgang und machte sich mit ganz viel Schwung und guten Mutes auf den Weg in ihre Freiwoche.

Wenn pflegende Angehörige das auch könnten, gäbe es mehr von ihnen.

Erlebtes Erinnern – Erinnertes erhalten

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Gedächtnistraining, Freizeit, Mitmenschliches — Dora um 1:19 pm am Dienstag, Juni 12, 2007

Pressemitteilung von: Biografienservice: veröffentlicht am 11.06.2007 12:18:58 - Freizeit, Buntes, Vermischtes - Der Biografienservice: Frauke Johannsen und Olaf Freier

(openPR) - Berliner Biografen zeichnen mit anderen Menschen deren Lebenserinnerungen auf. Wie bin ich zu dem geworden, der ich heute bin? Wie haben meine Eltern die Kriegszeit erlebt? Immer mehr Menschen wünschen sich, ihre Erlebnisse und Erfahrungen oder die Nahestehender für Familie und Freunde festzuhalten. Der Biografienservice (biografienservice.de), bestehend aus Dipl.-Kommunikationswirtin Frauke Johannsen und Historiker und Mediendokumentar Olaf Freier, hat schon viele Lebenserinnerungen als Buch oder Audio-CD verewigt („Der Tagesspiegel” informierte). „Das Interesse geht quer durch alle gesellschaftlichen Schichten und reicht vom kleinen Foto-Text-Büchlein bis zur umfangreichen Biografie”, berichtet F. Johannsen, die sich auf Texte spezialisiert hat. „Viele Menschen wollen ihre eigene (Familien-)Entwicklung bewahren, reflektieren, dokumentieren und entdecken so auch Besonderheiten in der eigenen Biografie, die ihnen vorher nicht bewusst waren.”„Vor allem als besonderes Geschenk – zum Beispiel zu Geburtstag oder Hochzeit – werden Biografien immer beliebter, denn Erinnerungen verbinden”, ergänzt O. Freier, dessen Audio-CDs die Stimme des Erzählenden und so auch dessen Emotionen bewahren.

Das übliche Vorgehen: Nach einem klärenden Vorgespräch führen Johannsen oder Freier Interviews, die aufgezeichnet und später entweder zu Papier gebracht und einfühlsam redigiert oder als Tondokument mit viel Fingerspitzengefühl geschnitten und auf CD gebrannt werden. So entstehen ganz individuelle, einmalige Rückblicke – von ebensolchen Menschen.

Der Berliner Biografien-Dienstleister unterstützt Menschen, ihre Lebenserinnerungen zeitgemäß aufzubereiten - als Buch oder Audio-CD. Zu finden unter www.biografienservice.de

 

Kommunikation zwischen Arzt und Patient

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Pflege, Krankheiten, Mitmenschliches — Dora um 12:49 pm am Montag, Juni 11, 2007

Diese Pressemitteilung passt zu meinem Beitrag vom 30.04.2007 “Vertrauenswürdiger Arzt”, genau das, was ich dort aus eigenen Erfahrungen beschrieben habe, findet sich hier wieder.

Kommunikation zwischen Arzt und Patient: häufig mangelhaft und folgenschwer

Pressemitteilung von: Pabst Science Publishers - Veröffentlicht am 11.06.2007 12:52:47 - Gesundheit & Medizin

(openPR) - Bis zu 50% der Behandlungen werden von Patienten abgebrochen. Ein Drittel der verordneten Medikamente wird nicht eingenommen. Die Verständigung zwischen Ärzten und Patienten ist häufig mangelhaft. “Maßgeblich zur Verbesserung der Compliance trägt die positive Gestaltung der Arzt-Patienten-Beziehung bei”, schreibt Dr. Kerstin Seliger in dem aktuellen Lehrbuch “Kompetent kommunizieren in Klinik und Praxis”. Die Psychologin nennt wichtige Aspekte:

- Empathie und Sorge - Hilfsbereitschaft in Einstellung und Verhalten

- Akzeptieren und Würdigen kleiner Veränderungen

- Auf verschiedenen Stufen der Behandlung Non-Compliance antizipieren

- Ambivalenz als normal akzeptieren

- Ansprechen von Problemen bei der Compliance

- Dem Patienten helfen, Hürden zu antizipieren

- Änderungen verhandeln, nicht diktieren

- Betonung der Verantwortung des Patienten

- Vermittlung von Wissen - auch für die Angehörigen

- Explorieren der Hoffnungen, Erwartungen und Ziele des Patienten

- Diskussion der Vor- und Nachteile der Behandlung

- Direktes Feedback geben

- Ängste ernst nehmen

- Motivation für die Veränderung besprechen und festhalten

Zehn Medizinpsychologinnen und Psychologen vermitteln in Einzelbeiträgen Grundsätzliches und konkret Beispielhaftes zu einer erfolgreichen ärztlichen Kommunikation.

K. Rockenbauch, O. Decker, Y. Stöbel-Richter (Hrsg.)

Kompetent kommunizieren in Klinik und Praxis

ISBN-10:3-89967-330-1, 284 Seiten, 25,- Euro

 

 

Klassentreffen

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Mitmenschliches — Dora um 4:12 pm am Sonntag, Juni 10, 2007

Gestern habe ich nach über 42 Jahren seit der Entlassung aus der Schule etliche meiner ehemaligen Mitschüler/innen wiedergetroffen. Einige Klassenkameraden/innen habe ich auf Anhieb nicht wiedererkannt, ich musste echt herumrätseln, bis ich zu den Personen den passenden Namen herausfand. Doch bei anderen widerum war es möglich, typische Merkmale sofort wieder richtig einzuordnen und sie aufgrund dessen auch spontan mit ihrem Namen anzusprechen. Ein paar von den Leuten ist man im Laufe der Jahre manchmal begegnet, an wenige Mitschüler/innen konnte ich mich erst im Laufe der Gespräche wieder erinnern. Einzelne Mitschüler/innen konnten leider nicht an diesem Treffen teilnehmen, entweder weil sie sich im Ausland aufhalten oder weil sie aus persönlichen Gründen zu diesem Termin bereits anderweitig ausgebucht waren.

Ich fand es recht interessant, wie unterschiedlich sich die einzelnen Mitschüler/innen entwickelt oder verändert haben. Aber alle scheinen “auf dem Teppich geblieben” zu sein und stehen mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen. Diejenigen, mit denen ich mich überwiegend unterhalten habe, sind zwar äußerlich 42 Jahre älter geworden (was man vielen wirklich nicht ansieht), aber innerlich jung geblieben. Es war schon spannend, einiges aus den vielen Biographien zu erfahren, vor allem, wenn man das nach dem Treffen mit seiner eigenen Lebensgeschichte vergleicht. So Manche/r aus unserer ehemaligen Klasse ist den damals bereits ins Auge gefassten Zielvorstellungen treu geblieben und hat gute Erfolge beruflich und privat verbuchen können.

Schade, dass die Zeit zu kurz war, sich mit allen Teilnehmer/innen intensiver auszutauschen. Mit einigen Leute werde ich mich nach so langer Zeit gern öfter treffen, weil es tatsächlich außer der gemeinsamen Schulzeit mehr gibt, was uns verbindet. Auf jeden Fall haben wir uns verabredet, nach kurzer telefonischer Anfrage einfach mal spontan etwas gemeinsam zu unternehmen. Wäre schön, wenn das klappt. Ich freu mich schon jetzt darauf.

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