“Plötzlich und unerwartet”
So steht es oft in Todesanzeigen, wenn ein lieber Mitmensch gestorben ist. Aber auch nicht direkt betroffene Leute kann das sprachlos machen, wie mich zum Beispiel. Vergangenen Freitag habe ich in unserem Büro noch mit einem Kunden gesprochen, der sich Anfang dieser Woche wieder bei uns in der Firma melden wollte. Statt dessen bekamen wir einen Anruf vom Nachbarn des Kunden, der uns mitteilte, daß der junge Mann (Anfang 40), der gerade die Wohnung nebenan gemietet hatte, am Sonntag verstorben ist. Nichts hatte vorher darauf hingewiesen, daß so etwas passieren könnte.
Das bestärkt mich wieder einmal in meinem Lebensmotto, jede Sekunde des Lebens auszukosten und möglichst in jedem Moment aufmerksam den kleinen alltäglichen Dingen die schönen Seiten abzugewinnen. Jeden Tag ganz bewußt erleben, mit allen Sinnen empfinden und wertschätzen, was um einen herum passiert; d. h. die Sonnenstrahlen, den Wind und den Regen erspüren, die Ausstrahlung der Mitmenschen aufnehmen und falls nötig durch ein Lächeln oder ein freundliches Wort zu erhellen, die Tautropfen auf den Blättern bestaunen und dem Singen der Vögel lauschen und vieles andere mehr. Leider gelingt mir das nicht immer, aber ich bemühe mich stets darum, mit einer positiven Einstellung das Leben mehr von der angenehmen Seite zu betrachten. Dabei habe ich festgestellt, daß man dadurch oft mehr erreicht und sich glücklicher fühlt.
Das Leben ist nur ein Geschenk und kann so schnell zu Ende sein. Was einem Freude bereitet, sollte man im “Jetzt” tun und nicht auf später verschieben, denn wer weiß schon, ob es später noch möglich sein wird seine Pläne zu verwirklichen. Das Gleiche gilt natürlich auch für persönliche Verpflichtungen, die man zu erledigen hat. An dem weisen Spruch: “Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!” ist schon was Wahres dran.