Gut weggelegt
Wer kennt das nicht? Damit man eine bestimmte Sache auf jeden Fall schnell wiederfindet, legt man sie an einen ganz bestimmten Platz, wo man sie dann bei Bedarf sofort zur Verfügung hat. Aber was hat man sich beim Weglegen eigentlich gedacht? Welcher Logik sollte man folgen, wenn es dann endlich so weit ist? Eine unendliche Suche endet oftmals erfolglos und damit, dass das gesuchte Teil neu besorgt wird. Wochen später, wenn man gar nicht mehr an die Situation denkt, findet man den Gegenstand plötzlich und eigentlich versteht man dann gar nicht, warum man nicht gleich darauf gekommen ist, gerade an dieser Stelle nachzusehen!
So erging es mir vor ein paar Tagen, als die Fernbedienung unseres Fernsehers den Geist aufgab. Die Batterien waren leer und mußten ausgetauscht werden. Kein Problem - das haben wir gleich, dachte ich und bin direkt auf die Schublade zugegangen, in der ich das neue Batterienpaket vermutete, dass ich erst kürzlich eingekauft hatte. Aber denkste! Nichts! Das kann doch nicht wahr sein! Ich weiß doch ganz genau, dass …… Wieviele Schubladen und Schranktüren ich noch aufgemacht habe um nachzusehen, weiß ich gar nicht mehr. Die Batterien waren nirgends zu finden. Ärgerlich, so mußte ich bei jedem Umschalten des Fernsehers aufstehen (soll ja gut für die Figur sein!). Und vom Film hatte ich nun sowieso schon zuviel verpaßt, um noch wirklich Spaß am Weitergucken zu haben. Außerdem konnte ich mich darauf ohnehin nicht mehr konzentrieren, denn ich war noch viel zu sehr in Gedanken mit der Batteriensuche beschäftigt.
Bis heute habe ich sie nicht wiedergefunden. Ich weiß aber genau, dass ich welche eingekauft hatte - für alle Fälle! Am nächsten Tag habe ich mir neue Batterien besorgt und in die Schublade mit den Bedienungsanleitungen für die TV-Geräte gelegt. Da müssten sie eigentlich gut aufgehoben sein.
Und ich weiß genau, dass ich die anderen Batterien auch irgendwann wiederfinde!