Gestern hatte ich mich endlich durchringen können, die Einkommensteuererklärung anzupacken. Zum “Üben” hatte ich mir zuerst die weniger umfangreichen Steuerunterlagen meiner Tochter vorgenommen, auch um mich mit dem neuen Steuerprogramm vertraut zu machen. Nachdem ich die Software auf dem Rechner installiert hatte, bekam ich erst einmal die Meldung, dass ich ein Update des Programmes durchführen müsste, damit alles auf dem aktuellsten Stand wäre. Das verlief glücklicherweise alles erfolgreich. Dann begann ich mit den üblichen Eingaben und sortierte alle Belege sorgfältig zu den entsprechenden Formularvorgaben. So weit, so gut. Nach einigen Stunden war es dann endlich so weit. Der rote Faden, der durchs Programm dirigiert, meldete dann irgendwann, dass alles korrekt eingegeben und die Steuererklärung fertig sei. Na prima! Nach nochmaliger Durchschau aller mir vorliegenden Unterlagen, war ich dann auch selbst davon überzeugt, dass nichts mehr fehlte. Nun brauchte ich die Formulare und Anlagen nur noch auszudrucken, schließlich muss man später bei der Zusendung des Steuerbescheides die Gelegenheit haben, die eigenen Angaben für das Finanzamt nachzuvollziehen. Aber leider funktionierte das Drucken nicht. Die Fehlermeldung lautete, mein Drucker sei nicht mit dem System verbunden. Das konnte wohl nicht gut angehen, denn wenn ich ein anderes Dokument aus einer anderen Datei oder eine email probehalber ausdruckte, funktionierte das sehr wohl. Danach kriegte ich die Meldung, der Drucker sei nicht mit meinem Betriebssystem kompatibel. So ein Quatsch, dann hätte er wohl die anderen Probeseiten auch nicht gedruckt. Ich habe alle Druckerinstallationsdaten überprüft und keinen Fehler gefunden. Es war mir nicht möglich, einzelne Seiten der Steuererklärung oder Anlagen zu drucken. Aus lauter Verzweiflung habe ich das Handbuch für die Steuersoftware von vorn bis hinten durchgelesen und alles probiert was dort an tollen Hinweisen stand. Vergeblich! Manchmal hilft es ja, wenn man das ganze System schliesst und den PC herunterfährt. Aber bevor ich das machte, wollte ich auf Nummer Sicher gehen und speicherte den fertigen Steuerfall auf eine CD.
Ich war so verzweifelt und gestresst, dass ich danach erst einmal alles stehen und liegen lassen habe. Dann habe ich aus lauter Verzweiflung den Rasen gemäht um mich abzureagieren. Anschliessend habe ich mich wieder an den PC gesetzt, um die nächsten Versuche zu starten. Der Drucker druckte einfach nicht. Es lag auch nicht an fehlendem Papier, das hatte ich vor dem ersten Druckversuch schon aufgefüllt. Nach weiteren Einstellungsversuchen nach den Ausführungen des Handbuches habe ich dann vollends aufgegeben.
Um mich auf andere Gedanken zu bringen, wollte ich meine emails abrufen. Und wie sollte es auch anders sein, ein Unglück kommt schliesslich selten allein, bekam ich auch hier eine Fehlermeldung. Doch das war immer noch nicht alles, zu guter Letzt bekam ich beim Aufrufen meiner Website die Info, dass diese zur Zeit nicht aufrufbar sei. Immerhin konnte ich noch emails versenden, so dass ich meinem Provider die Fehlermeldungen zuschicken konnte. Das Problem mit dem Abrufen der emails war dann auch schnell behoben. Irgendwann war meine Website auch wieder aufrufbar. Nur das Drucken der Steuererklärung war immer noch nicht möglich. Nach so viel Frust bin ich irgendwann ins Bett gegangen.
Heute morgen habe ich mich mit neuer Zuversicht an den Rechner gesetzt, das Steuerprogramm aufgerufen um die Druckerei neu zu versuchen. Was sagt mir das Programm? Eine fertige Steuererklärung ist nicht vorhanden! Wollen Sie eine Steuererklärung neu anlegen? - Da ist mir doch wohl bald die Luft und die Spucke weggeblieben. Was soll man dazu sagen. Gestern abend war sie noch da, auch nach dem Brennen der CD. Aber jetzt ist sie wirklich von der Festplatte gewischt, was mir alle Suchfunktionen deutlich zu verstehen geben.
Einen letzten Versuch diese dämliche Steuererklärung zu drucken werde ich Anfang nächster Woche an einem anderen PC mittels der erstellten CD starten. Wenn das nicht klappt, weiß ich wirklich nicht mehr weiter.