Einkommensteuerklärung
Heute steht folgender Vermerk in meinem Horoskop: “Eine unangenehme Entscheidung lässt sich nun nicht mehr länger hinauszögern. Nehmen Sie allen Mut zusammen, dann haben Sie es hinter sich.”
Damit kann nur gemeint sein, daß ich mich nicht mehr länger davor drücken soll, die Steuererklärung endlich fertigzumachen (der 31.05.2007 ist der letzte Abgabetermin für die Steuererklärung 2006). Jedes Jahr kostet es mich erst einmal eine Überwindung, überhaupt damit anzufangen. Es widerstrebt mir total, alle Unterlagen wieder aus den Ordnern herauszuholen, für die Anlagen als Beweisstück zu kopieren und die Daten in die umfangreichen Formulare einzugeben. Anschließend muß alles sorgfältig wieder wegsortiert werden, damit man auch später noch die Dokumente wieder findet. Was für ein Aufwand!
Eigentlich müßte es doch ausreichen, nur die Kosten zu deklarieren, die eventuell steuermindernd vom Finanzamt angerechnet und akzeptiert werden. Die Pauschalen stehen doch sowieso schon fest und was die Einnahmen betrifft, die liegen dem Amt doch auch vor. Jeder Arbeitgeber ist verpflichtet, das genaue Einkommen zu melden und die entsprechende Lohnsteuer im Vorfeld bereits an die Behörde abzuführen. Banken, Sparkassen und andere zinsbringende Institutionen geben dem Finanzamt ohnehin schon automatisch Auskunft über die Erträge ihrer Klientel und lassen dem Amt die Zinsabschlagsteuern bereitwillig zufließen. Arbeitsämter und Sozialbehörden verfahren ebenso. Warum muß ich das alles noch einmal angeben?
Einfach lästig, nervig und zeitraubend, die ganze Angelegenheit. Aber das Jammern hilft nichts, ich muß da durch, ob ich will oder nicht. Mein einziger Trost ist jedesmal, falls ich doch Geld vom Finanzamt wiederbekomme, der Stundenlohn den ich mir selbst wie folgt errechne: Rückerstattung durch Stunden des Aufwandes für die Steuererklärung. Eigentlich ein schwacher Trost, denn in Wirklichkeit steht mir das Geld ja sowieso zu!