Generation Herbst

Alltagsszenen ab 58 plus

Hilfreicher Provider

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Freizeit, Computer und mehr — Dora um 1:42 pm am Montag, April 30, 2007

Vor ein paar Tagen hatte ich ein Problem mit meiner personalisierten Google-Seite. Meine mühselig zusammengestellte Übersicht war total durcheinander. Etliche Schaltflächen waren einfach verschwunden. Weiß der Teufel warum! Im ersten Augenblick dachte ich, was ich denn nun wohl falsch gemacht hätte. Vielleicht ein ungeschicktes Klickibunti? Aber irgendwie konnte ich das nicht so nachvollziehen. Als auch ein Neustart nicht half, habe ich probiert, die Seite neu zusammenzustellen. Jedoch immer wenn ich eine Aktion fertig durchgeführt hatte, zeigte sich beim Neuaufruf sofort wieder die zerstörte Seite. Auch alles was ich neu installiert hatte, war wieder weg. Na ja, vielleicht war ich einfach zu ungeschickt für solche Aktionen?

Bevor ich weiter rätseln und probieren sollte, habe ich mich kurz dazu durchgerungen, mit meinem Provider http://www.hostloco.com/ Kontakt aufzunehmen. Da wurde ich sofort darüber informiert, daß das nicht nur mein Problem, sondern wahrscheinlich ein Problem bei Google und ich nicht die einzige mit dieser Nachfrage sei. Ich sollte einfach abwarten, nur ein bißchen Geduld aufbringen, dann würde sich das Problem wie von allein lösen. Und richtig und gut. Am nächsten Morgen sah meine personalisierte Google-Seite wieder aus, wie es sich gehört. Ganz wie von selbst. Also nicht gleich aufregen sondern die Nerven behalten, Geduld haben und den Provider fragen http://www.hostloco.com/supportanfrage.phtml und alles wird gut.

Vertrauenswürdiger Arzt

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Pflege, Krankheiten, Mitmenschliches — Dora um 10:12 am am Montag, April 30, 2007

Seit einigen Jahren bin ich wegen einer chronischen Erkrankung bei einem Facharzt in Behandlung. Heute morgen mußte ich zu einer Kontrolluntersuchung. Dabei habe ich zum wiederholten Mal festgestellt, wie unbeschwert ein Arztbesuch sein kann, wenn man sich in seiner Praxis gut aufgehoben fühlt.

So war das bei dem vorherigen Facharzt: Nach halbwegs erträglicher Wartezeit kam ich dran, mußte von einem Zimmer ins andere und von einer Untersuchung zur anderen - ohne besondere Aufklärung warum, wieso, weshalb, kriegte Vorschriften, Befehle, Fakten - ja, so war das wirklich! ”Machen Sie bitte…”, “Sie haben …!”, ”Sie müssen das…”, Sie sollen jetzt…” und “Sie dürfen auf keinen Fall…” waren der gesamte Gesprächsinhalt der Arzthelferinnen und dem Arzt, und manchmal auch mit mir, und schwups war ich wieder draußen mit einem Rezept in der Hand und wußte eigentlich gar nichts über meinen Gesundheitszustand, verordnete Maßnahmen und mögliche Prognosen. Es bedarf keines großen Vorstellungsvermögens, um nachzuempfinden, wie frustriert ich jedes Mal nach so einem Arztbesuch nach Hause ging. Aber ich habe mich damit nicht abgefunden und versucht mit dem Arzt darüber zu sprechen. Leider hat er meine Beschwerde damit abgetan, daß er nicht nach Gesprächszeiten, sondern nach pauschalen medizinischen Daten bezahlt würde. Wenn er sich bei jedem Patienten mit langen Redereien aufhalten würde, müßte er die Praxis bald wegen Pleite aufgeben. Hinweise zur Krankheit, Prognose und Ratgeber zu Verhaltensmaßnahmen könnte ich ja auch den zahlreichen Broschüren entnehmen, die in seinem Wartezimmer ausreichend auslägen.

Nun habe ich nicht unbedingt Respekt vor weißen Kitteln, aber auch nicht den Ehrgeiz, das mit einem Arzt auszudiskutieren, der ohnehin keinen Gesprächsbedarf sieht. Ich habe mich kurzerhand nach einem anderen Facharzt bei meinem Hausarzt, in meinem Bekanntenkreis und den örtlichen Apotheken erkundigt.

Nun bin ich schon ein paar Jahre bei einem wunderbar menschlichen Arzt in Behandlung. Die Praxis ist gut organisiert, so daß auch plötzlich dazwischenfallende Notfälle ohne Probleme aufgefangen werden können. Die Wartezeiten sind kurz gehalten, weil genügend Zeit für jeden Patienten eingeplant sind. Bevor eine Untersuchung vorgenommen wird, bekommt man die Information was, wie und warum gemacht wird und auch die Frage nach dem Einverständnis. Nach der Untersuchung werden die Diagnose und Therapie erklärt und weitere Maßnahmen besprochen, wobei auch Alternativen vorgestellt werden. Wenn ich dazu Fragen habe, werden diese verständlich von ihm beantwortet - eine echte medizinische Beratung! Selbst das private Umfeld wird mit einbezogen während eines Gespräches. Das nenne ich ganzheitliche Betreuung! Vor diesem Doktor habe ich eine große Hochachtung. Er ist sehr kompetent, einfühlsam, höflich und korrekt und berücksichtigt in seinem Handeln auch stets meine individuelle Situation. Zu diesem Menschen habe ich ein echtes Vertrauen. 

Warum klappt das eigentlich nicht überall so gut? 

Körperatlas im Internet

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Pflege, Krankheiten — Dora um 4:57 pm am Samstag, April 28, 2007

Heute war ich in der Apotheke einkaufen. Nebenbei habe ich mir einen “Diabetiker Ratgeber” mitgebracht. Als ich den vorhin durchblätterte, habe ich den Hinweis auf den Körperatlas im Internet gefunden unter der folgenden Adresse: http://www.diabetespro.de. Ich habe gleich nachgeschaut und fand recht interessant, was man auf den Seiten sonst noch alles finden kann. Sehr zu empfehlen, für jedes Alter und jeden Gesundheitszustand gibt es dort etwas Wissenswertes nachzulesen, nicht nur für Diabetiker.

Wer den direkten Einblick in den Körper nehmen möchte, kann das hier: http://www.gesundheitpro.de/Koerperatlas-Einblicke-ins-Innenleben-Nachschlagewerke-A060515ADMIP024413.html. Anschließend kann man noch ein paar Quizfragen beantworten, um sich seinen Wissensstand anzeigen oder bestätigen zu lassen.

Haustür-Zeitungen

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Mitmenschliches — Dora um 12:51 pm am Donnerstag, April 26, 2007

Heute, in meiner knapp bemessenen Mittagsstunde, klingelte es an der Haustür. Ein junger Mann stand da, und bat mich um ein paar Minuten Zeit für eine Umfrage bezüglich straffällig gewordener Jugendlicher. Als ich die Papiere genauer betrachtete, die er bei sich trug, war mir klar, warum es tatsächlich ging.

Ich habe ihn höflichst darauf hingewiesen, daß ich an einer derartigen “Umfrage” absolut nicht interessiert sei. Meine Tageszeitung habe ich ohnehin schon abonniert und spezielle Zeitschriften kaufe ich bei Bedarf am Kiosk oder ich recherchiere im Internet nach meinen persönlichen Interessensgebieten.

Er fand das unverständlich, daß ich mich für die Jugend nicht interessieren würde. Und ich finde das unerhört, daß man mir auf diese Tour ein Abonnement andrehen will.

Jeder Mensch ein Organspender?

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Nachrichten, Recht und Politik — Dora um 1:23 pm am Mittwoch, April 25, 2007

Eine Horrormeldung nach der anderen in den Nachrichten, jeden Tag viele neue, aber diese hebt sich für mich von den üblichen Mord- und Totschlagmeldungen deutlich ab und macht mir wirklich Angst.

Es ist ja nicht so, daß ich grundsätzlich gegen das Spenden von Organen wäre und eine ganze Zeit lang hatte ich auch ständig einen Organspenderausweis bei mir. Doch nachdem ich vor einigen Jahren etliche Meldungen von Mißbräuchen über die Medien erfuhr, habe ich den Ausweis vernichtet. Wenn ich ein oder mehrere Organe spenden möchte, will ich dazu im konkreten Fall selbt gefragt werden: z. B. bei der Hergabe einer Niere, Knochenmarks oder anderer Körperteile, ohne die ich trotz einer Spende mehr oder weniger gut weiterleben kann. Wenn ich aber eines Tages sterbe, möchte ich nicht, daß man mich ausschlachtet, wie ein altes Autowrack. Ich möchte so begraben werden, wie ich bis zum Schluß gelebt habe. Das erkläre ich hiermit ausdrücklich in aller Öffentlichkeit! Die einzige Ausnahme einer Organspende nach meinem Ableben wäre die Entnahme von Ersatzteilen für meine leiblichen Kinder und Enkelkinder, sofern die Organe ihnen direkt zu dem Zeitpunkt meines Todes ein besserwertiges Weiterleben ermöglichen. Über diese meine Verfügung darf sich kein Arzt und auch kein Angehöriger hinwegsetzen! Sollte ich meine Einstellung zu dem Thema zu irgendeinem späteren Zeitpunkt ändern, werde ich das schriftlich verfassen und diesen Zettel immer mit meinen sonstigen Papieren bei mir tragen.

Wenn, wie im “Deutschen Ärzteblatt”  nachzulesen ist, 80 % der Bürger der Organspende positiv gegenüberstehen, aber nur 12 % einen Organspenderausweis besitzen, dann muß ich feststellen, daß die Aussagen der Mehrheit nicht mit ihrer tatsächlichen Meinung übereinstimmen. Viele Leute möchten sicherlich gern eine Spende in Anspruch nehmen, trauen sich aber nicht, sich zur Organentnahme verpflichten zu lassen (http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=28265). Das ist m. E. auch verständlich, wenn man sich in die Situation versetzt, z. B. nach einem schweren Unfall auf einer Intensivstation zu liegen und das eigene Schicksal anderen Menschen zu überlassen. Die Hoffnung stirbt zuletzt, auch in so einem Fall überlegt man doch heute, daß sich vielleicht morgen doch noch alles zum Guten wenden könnte?! Wer entscheidet letztendlich über Leben und Tod? Wer möchte wirklich die Verantwortung dafür übernehmen?

Und was heißt eigentlich “nach dem Tod”?. Soweit ich informiert bin, muß der Hirntod von mehreren unabhängigen Ärzten festgestellt werden, um eine Organentnahme durchführen zu können. Dabei muß jedoch die Funktion des zu entnehmenden Körperteiles zumindest bis kurz vor der Transplantation aufrechterhalten werden. In den derzeitigen Berichten wird jeweils von Verstorbenen gesprochen. Was heißt das genau? Bedeutet das, daß eine Organspende nur abläuft, wenn man in einer Klinik verstirbt? Und warum kann man sich als Bürger nicht in einer zentral verwalteten Datenbank als möglicher Spender registrieren lassen, wenn man sich dazu fest entschlossen hat? Dann ständen den Kliniken vielleicht sogar mehr Organe zur Verfügung als sie bräuchten. Fragen über Fragen - und ich habe noch sehr viele mehr, aber das würde den Rahmen dieses Beitrages sprengen.

Wer noch mehr über dieses Thema lesen möchte, kann unter dem folgenden Link noch nachschauen: http://news.google.de/?ncl=1104303518&hl=de

 

 

Einkommensteuerklärung

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Recht und Politik — Dora um 12:42 pm am Dienstag, April 24, 2007

Heute steht folgender Vermerk in meinem Horoskop: “Eine unangenehme Entscheidung lässt sich nun nicht mehr länger hinauszögern. Nehmen Sie allen Mut zusammen, dann haben Sie es hinter sich.”

Damit kann nur gemeint sein, daß ich mich nicht mehr länger davor drücken soll, die Steuererklärung endlich fertigzumachen (der 31.05.2007 ist der letzte Abgabetermin für die Steuererklärung 2006). Jedes Jahr kostet es mich erst einmal eine Überwindung, überhaupt damit anzufangen. Es widerstrebt mir total, alle Unterlagen wieder aus den Ordnern herauszuholen, für die Anlagen als Beweisstück zu kopieren und die Daten in die umfangreichen Formulare einzugeben. Anschließend muß alles sorgfältig wieder wegsortiert werden, damit man auch später noch die Dokumente wieder findet. Was für ein Aufwand!

Eigentlich müßte es doch ausreichen, nur die Kosten zu deklarieren, die eventuell steuermindernd vom Finanzamt angerechnet und akzeptiert werden. Die Pauschalen stehen doch sowieso schon fest und was die Einnahmen betrifft, die liegen dem Amt doch auch vor. Jeder Arbeitgeber ist verpflichtet, das genaue Einkommen zu melden und die entsprechende Lohnsteuer im Vorfeld bereits an die Behörde abzuführen. Banken, Sparkassen und andere zinsbringende Institutionen geben dem Finanzamt ohnehin schon automatisch Auskunft über die Erträge ihrer Klientel und lassen dem Amt die Zinsabschlagsteuern bereitwillig zufließen.  Arbeitsämter und Sozialbehörden verfahren ebenso. Warum muß ich das alles noch einmal angeben?

Einfach lästig, nervig und zeitraubend, die ganze Angelegenheit. Aber das Jammern hilft nichts, ich muß da durch, ob ich will oder nicht. Mein einziger Trost ist jedesmal, falls ich doch Geld vom Finanzamt wiederbekomme, der Stundenlohn den ich mir selbst wie folgt errechne: Rückerstattung durch Stunden des Aufwandes für die Steuererklärung. Eigentlich ein schwacher Trost, denn in Wirklichkeit steht mir das Geld ja sowieso zu!

Gedächtnisstörungen durch Vitamin B12 Mangel

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Pflege, Krankheiten — Dora um 2:11 pm am Samstag, April 21, 2007

Unser Körper ist ein sehr komplexes und kompliziertes System. Damit alles reibungslos funktioniert, muß der Mensch sich gesund und ausgewogen ernähren. Neben der täglichen Kalorienaufnahme sind die einzelnen Bestandteile unserer Nahrung lebenswichtig. Das heißt, die Aufnahme von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, Fetten, Säuren, Ballaststoffen und vieles andere mehr beeinflußt unsere körperliche Konstitution.

B12 ist ungemein wichtig für die Bildung roter Butzellen, den Eiweißstoffwechsel und die Funktion des Nervensystemes (ein Mangel kann zur Demenz führen!). Weiterhin unterstützt es  das Zellwachstum und die Zellteilung, die Regeneration der Schleimhäute und die Herz-Kreislauf-Funktion. Es baut das schädigende Homocystein (Zwischenprodukt unseres Stoffwechsels) ab, das für Gefäßverschlüsse verantwortlich ist und dadurch u. a. zu Herzinfarkt, Schlaganfall oder Arteriosklerose führen kann. Nicht von ungefähr kommt der Spruch “jemand sei wohl verkalkt”, wenn seine Denkfähigkeit angezweifelt wird.

Das Vitamin B12 wird zwar im Körper in nur ganz geringen Mengen benötigt, ist aber lediglich in tierischen Nahrungsmitteln (Fisch, Fleisch, Milch, Eier) enthalten (einzig mir bekannte pflanzliche Ausnahme ist Sanddorn). Auch unsere Darmbakterien produzieren Vitamin B12, jedoch in so geringer Menge, daß diese nicht ausreicht, um einen Menschen gesund zu erhalten. Überschüssiges B12 wird in der Leber und in den Muskeln gespeichert und bei Bedarf abgerufen. Eine Überdosierung ist nicht möglich, weil eventuell zuviel vorhandenes B12 über die Nieren ausgeschieden wird. Daher sind auch keine Nebenwirkungen nach zu hoher B12 Einnahme bekannt. Das erklärt aber auch, warum ein B12 Mangel oft erst sehr spät entdeckt wird (und der Schmerzfaktor als Alarmzeichen fehlt!).

Bei einer chronisch oder schleichend verlaufenden Magenschleimhautentzündung (z. B. bei älteren Menschen) können die Belegzellen im Mageninneren reduziert oder geschädigt sein. Diese Zellen sind dafür zuständig, daß das Vitamin B12 mittels des sogenannten Intrinsic-Faktors für den Organismus zur Aufnahme und Weitergabe aufbereitet wird und vor dem Abbau im Darm schützt. Weitere Ursachen des Vitamin B12 Mangels sowie andere wichtige Hinweise können unter http://www.netdoktor.at/krankheiten/fakta/blutarmut_b12.htm nachgelesen werden.

Manchmal dauert es Monate oder Jahre, bis ein Patient zum Arzt geht, denn die Symptome, die durch den Mangel eintreten, fegt man oftmals mit einer Handbewegung vom Tisch, weil sie ja nur “vorübergehend” seien oder eben altersbedingt. So werden kleine Gedächtnisstörungen häufig als kurz auftretende Vergeßlichkeit abgetan (wem geht es nicht einmal so?) durch momentan hohe Belastung oder andere Gründe. Nach längerer Zeit fragen dann Mitmenschen, was mit der Konzentration los sei, aber auch dafür hat man seine “Gründe”. Einige finden es lustig, wenn ein Betroffener “komische Antworten” gibt, aber dessen Partner stehen oftmals vor einem Rätsel. Ein Mensch mit einem hohen Intelligenzquotienten gibt einem plötzlich seltsame Erklärungen und wenn man ihm das mitteilt, unterstellt man ihm angeblich sinnlose Dummheiten (so empfinden es die unmittelbar Betroffenen). Spätestens dann führt der Weg hoffentlich zu einem Arzt, der hoffentlich auch die richtige Ursache und Diagnose feststellt und die hoffentlich richtige Therapie veranlaßt.

 

Wetterfühligkeit?

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Pflege — Dora um 9:57 am am Samstag, April 21, 2007

So ganz genau weiß ich nicht, was im Moment mit mir los ist! Morgens kriege ich den Hintern nicht aus dem Bett und wenn ich mich doch endlich dazu aufraffen will, und die Bettdecke lupfe, ist es mir zu kalt und ich kuschel mich wieder ein. Dann drehe ich mich “nur für 3 Minuten” wieder in eine gemütliche Stellung um noch einmal die wohlige Wärme des Bettes zu geniessen und prompt schlafe ich eine Stunde lang. Das war eigentlich nicht meine Absicht. An Wochenenden kann mir das drei mal hintereinander passieren. Aber in der Woche muß ich ganz bestimmt pünktlich aufstehen, weil die Arbeit ruft. Und dann muß alles ruck zuck ablaufen. Ich weiß genau, daß das nicht der richtige Weg ist, den Tag zu beginnen, aber bereits als Kind hat meine Mutter mich mindestens 7 mal wecken müssen, damit ich endlich aufstehe. Nun muß ich mich stets selbst aufraffen, aber das fällt mir außerordentlich schwer.

Noch schlimmer ist es im Winter, wenn es morgens draußen noch dunkel ist und eisig kalt. Dann kriege ich die Kurve aus dem Bett noch viel schlechter. Das Bett ist gerade für Leute wie mich das beste Möbelstück, das die Menschheit sich je erdacht hat! Aber wenn mir morgens die Sonne ins Gesicht blinzelt und mich ihre ersten Strahlen auf die Stirn küssen, die Vögel zwitschern und es warm ist, dann hält mich nichts mehr in der Muffelkiste und ich muß unbedingt raus in die wunderschöne Welt. Der Tag beginnt dann ganz anders. Ich habe einen unendlichen Tatendrang und was ich alles in kürzester Zeit spielend leicht schaffe, glaubt kein Mensch, der mich sonst nur an den besagten kalten und dunklen Tagen kennt.

Mir macht es dann auch nichts aus, wenn es zwischendurch mal einen Regentag gibt. Im Gegenteil, den geniesse ich sogar. Der regt micht dann zur unbändigen Kreativität an. Ich schmiede Pläne für verschiedene Vorhaben, die ich dann auch wirklich umsetze oder kann gemütlich entspannen bei einem schönen Film, toller Musik, einem spannenden oder interessanten Buch, einer Kanne Ostfriesentee und vieles andere mehr.

Es gibt Leute, die einen frostklaren sonnigen Wintertag mögen. Ich kann solche Tage nicht ausstehen, zumal wenn ich dann auch noch nach draußen in die “Schweinekälte” muß. Allein der Blick durch das Fenster auf kahle Bäume und erstarrte Büsche läßt mich bis in die innersten Zellen erfrieren. Da hilft auch kein “warm anziehen”, “sich mehr bewegen” oder heizen. Diese ganzen hilf- und lehrreichen Sprüche wirken nicht bei mir, ich friere einfach ganz furchtbar und was ich auch mache, es nützt nichts. Jedes Jahr muß ich diese Torturen wieder erleiden und jedes Jahr habe ich Angst, daß das nächste Frühjahr und der Sommer vielleicht nicht kommen. Wenn sie dann endlich da sind, bin ich heilfroh, weil ich weiß, jetzt geht es wieder aufwärts mit mir. Manchmal helfen mir die ersten Anzeichen im Garten wie die ersten Schneeglöckchen und Krokusse um die Hoffnung auf die kommene Wärme zu verstärken.

Ich glaube, ich bin einfach ein Kind der Sonne und des Sommers, vielleicht nur zufällig am falschen Ort in die Welt gesetzt worden. Wo andere Menschen in der Hitze stöhnen, fühle ich mich pudelwohl. Gut, daß der April bald zu Ende ist, mit seinem Wechselspiel des Wetters und ich mit kontinuierlich wärmeren Temperaturen rechnen kann.

Staatliche Überwachung

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Recht und Politik — Aldo um 12:28 pm am Donnerstag, April 19, 2007

In Deutschland sollen künftig sämtliche Telefon- und Internetverbindungsdaten ein halbes Jahr (!) gespeichert werden!

Der vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzesentwurf von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) setzt eine Richtlinie der Europäischen Union (EU) um. Von der umstrittenen Vorratsspeicherung versprechen sich die Sicherheitsbehörden mehr Erfolge beim Kampf gegen Terrorismus und Kriminalität. Mit dem Entwurf brachte das Kabinett zudem Regeln für die Telefonüberwachung (die schon lange durchgeführt wird) auf den Weg. Kurz gefasst: Alle Bürger sind potentielle Kriminelle bzw. Terroristen!

Bundesinnenminister Schäuble (CDU) wehrt sich gegen die Unschuldsvermutung. Er will diese bei der “Terrorabwehr” nicht gelten lassen. “Der Grundsatz kann nicht für die Gefahrenabwehr gelten” sagte er dem Magazin “Stern”. Meine Frage dazu: Wie würde er sich verhalten, wenn er in eine prekäre Situation tappen würde? Schäuble verteidigte auch die Pläne, den automatischen Zugriff auf Passfotos zu erlauben.

Positiv für den normalen Bürger: der ARD-Rechtsexperte Möller kritisierte Schäubles Äußerungen “damit würde er ein Grundprinzip des Rechtsstaates in Frage stellen”. Die Unschuldsvermutung gilt auch bei der Terrorabwehr. Soweit Möller gegenüber der tagesschau.de.

Das Telefonabhorchen will Schäuble unabhängig von einem Verdacht auf eine Straftat speichern: wer mit wem wann und wo telefoniert. Beim Mobiltelefonieren wird auch der Standort festgehalten. Gesprächsinhalte dürfen “noch nicht gespeichert werden”.

Datenschützer haben bereits eine Verfassungsbeschwerde angekündigt, sollten die Neuregelungen in Kraft treten. Der vorgelegte Entwurf ist umstritten, weil die Daten unabhängig von einem konkreten Verdacht gespeichert werden sollen und zwar künftig für 180 Tage! Zypries verteidigte die geplanten Neuerungen “Wir führen keinerlei neue Ermittlungsmaßnahmen ein”, sagte die SPD-Politikerin in der ARD.

Höflichkeit - mangelhaft!

Abgelegt unter: Alle Beiträge, Mitmenschliches — Dora um 1:23 pm am Dienstag, April 17, 2007

heute vormittag im Büro habe ich mich richtig geärgert. Ach nein, das ist zu milde ausgedrückt, ich war nämlich wütend über einige unverschämte Bemerkungen, die eine Gesprächspartnerin mir gegenüber am Telefon vom Stapel gelassen hat. Es ging darum, daß sie einige Unterlagen aus unserem Büro benötigte für den Steuerberater. Sie meinte, ich solle diese sofort in ihre Kanzlei bringen. Nach meinem Einwand, daß das im Augenblick aus betrieblichen Gründen nicht ginge (es ging wirklich nicht, weil meine Chefin und ich allein im Büro waren und reger Publikumsverkehr herrschte), bekam ich zur Antwort, daß ich das dann ja wohl in meiner Mittagsstunde erledigen sollte, denn schließlich würde ich kurz nach 12.00 Uhr ja dort vorbeifahren - und das schlimmste war für mich, daß sie das in einem barschen Befehlston von sich gab. Weil mir vor Entsetzen bald die Luft weg blieb, habe ich kurzerhand den Telefonhörer aufgelegt und durchs Büro gerufen: “Seit wann bin ich hier denn der Sklave wildfremder Menschen?”

Ich bin ja schon einiges gewohnt, was die Belange von unseren Gesprächspartnern am Telefon so ablassen und somit auch nicht gleich geschockt, wenn jemand mit mir schimpft, weil sich bestimmte Dinge nicht so entwickelten, wie es den Wünschen unserer Klientel entsprach. Ich höre mir Beschwerden geduldig an und versuche in freundlichem Ton die Angelegenheiten zu regeln (denn von dem Wohlwollen der Kundschaft hängt mein Arbeitsplatz ab!). Aber wenn jemand glaubt, der noch nicht einmal unser Kunde sondern wo wir die Auftraggeber sind, mich dirigieren zu können und über meine Freizeit zu bestimmen, dann ist der- oder diejenige schief gewickelt. Darauf reagiere ich äußerst allergisch!

Eine kleine Frage oder Bitte hätte mich butterweich gestimmt und die besagte Person hätte die gewünschten Unterlagen schon vorliegen. Aber so bleiben die Papiere hier liegen, bis sie in unserem Büro verschimmeln oder von einem anderen Sklaven dorthin getragen werden.

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